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Lokale Agenda 21

 

AGENDA-Beauftragter:
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Historisches Rathaus
Markt 1
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Bürgerbeteiligung
Lokale Agenda 21

Zwölf „Ökoprofit-Betriebe 2010/2011“ - Stadtwerke Groß-Umstadt sind dabei

Ökologisch arbeiten und trotzdem Gewinn machen, das ist das Ziel von „Ökoprofit“, dem ökologischen Projekt für integrierte Umwelttechnik, einer einfachen und kostengünstigen Vorstufe zum Öko-Audit. Im Rahmen einer Kooperation mit der Beratungsgesellschaft Arqum GmbH haben der Kreis Groß-Gerau, die Stadt Darmstadt sowie der Odenwaldkreis und die Kreise Bergstraße und Darmstadt-Dieburg in den letzten zehn Jahren fünf Runden dieses Umweltmanagementprogramms für Unternehmen durchgeführt. Mit einem beeindruckenden Ergebnis: Die insgesamt über 50 teilnehmenden Firmen haben in dieser Zeit jährlich neben finanziellen Ersparnissen in Höhe von 1,7 Millionen Euro auch 12,6 Millionen Kilowattstunden Wärmeenergie, 4,6 Millionen Kilowattstunden Strom und 4,7 Mio. Kilogramm CO2 eingespart!

Für die Stadtwerke Groß-Umstadt ist seit 2004 der technische Betriebsleiter Hans-Günter Mitzko dabei (3.v.r.)

Bei der offiziellen Abschlussveranstaltung konnte Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer im Groß-Gerauer Landratsamt nun zwölf Betrieben aus Südhessen die Urkunde „Ökoprofit-Betrieb 2010/2011“ überreichen. Die Auszeichnungen gingen an die Stadtwerke Groß-Umstadt, sowie die Druckerei Lokay e.K. (Reinheim), die Mühlhäuser GmbH & Co. KG (Michelstadt), die HSE Technik GmbH & Co. KG (Darmstadt), die Nalco Deutschland Manufacturing GmbH & Co. KG (Biebesheim), die GGEW AG (Bensheim), die Röhrig-Granit GmbH (Heppenheim), die Jak. Gärtner & Söhne GmbH (Lampertheim), die Pedex GmbH (Waldmichelbach), das Caritasheim St. Elisabeth (Bensheim), das Marienhospital Darmstadt und das Tagungshotel Mühltal (Mühltal-Trautheim). Astheimer würdigte die Anstrengungen der Beteiligten: „Sie handeln nicht nur im ureigensten Interesse ihres Unternehmens, sondern praktizieren auch ein wichtiges Stück Umweltschutz!“ Alle ausgezeichneten Firmen hatten es nicht bei der „normalen“ Ökoprofit- Runde bewenden lassen und ihre Bemühungen im Bereich des betrieblichen Umweltschutzes deshalb im Rahmen des „Ökoprofit-Klubs“ fortgesetzt.

 

Energie- und Klimaschutzkonzept

 

In der Zeit von Nov. 2008 bis Febr. 2010 wurden etwa 150 Einfamilienhäuser in der Region Groß-Umstadt mit einer Infrarot Thermographie-Kamera untersucht und gleichzeitig wichtige Daten über den Heizenergie-Verbrauch erfasst. Die Ergebnisse haben uns überrascht, weil sie Hinweise geben, auf welch „großem Fuß“ Hausbesitzer in Groß-Umstadt leben, sowohl hinsichtlich der Größe des verfügbaren Wohnraums als auch dem Verbrauch an Heizenergie.

Die Thermografie-Bilanz (PDF)

 

Am 16. März 2010 haben die Energiebeauftragten der Stadt Groß-Umstadt, Beate Langrock und Siegfried Freihaut, im Ausschuss für Stadtplanung, Bauen, Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Forsten einen Vortrag zu kommunalen Klimaschutzstrategien gehalten. Darin zeigte er neben einer beeindruckenden Bilanz auch notwendige Strategien auf, mit denen auch in Groß-Umstadt der Kampf gegen Klimawandel, Energieverschwendung und Kostenexplosion angegangen werden kann.

Vortrag (PDF) von Frau Müller (deENET)

Vortrag (PDF) der Energiebeauftragten

 

Häuser sind Energiefresser - Wärmepumpen, Gasmotoren, Holzöfen: Wie Hauseigentümer mit umweltfreundlichen Heizungen Energie sparen

Von fast 18 Millionen Zentralheizungen in Deutschland läuft derzeit nur eine Million mit erneuerbaren Energien. Hinzu kommen 1,3 Millionen solarthermische Anlagen auf Dächern. Immerhin favorisiert jeder achte Käufer bei neu eingebauten Heizungen die Nutzung von Holz oder Umweltwärme. Und jeder Dritte hat eine zusätzliche Warmwasserbereitung mit Sonnenkraft eingebaut. Häuser sind Energiefresser. Für Heizung und Warmwasser werden fast 40 Prozent des gesamten deutschen Energieverbrauchs aufgewendet. Das meiste davon schlucken Altbauten: Selbst wenn „alle Neubauten Häuser ohne Energieverbrauch wären, würde das die Energiebilanz Deutschlands kaum ändern“, sagt deshalb der Haustechniker Christian Huber von der Technischen Universität München. Der Kern ist die Modernisierung.

Zwar hat die Bundesregierung das energieeffiziente Bauen und Sanieren seit 2007 mit satten sechs Milliarden Euro gefördert. Trotzdem wird es beim bisherigen Tempo rund hundert Jahre dauern, bis alle Gebäude modernisiert sind. Bei Mietshäusern gibt es das Sonderproblem, dass der Eigentümer selbst nicht die Heizkosten zahlt und daher wenig Anreiz zum Investieren hat.

Noch wird in Deutschland fast die Hälfte des Stroms aus Kohleverbrennung gewonnen – und dabei geht viel Energie als Abwärme verloren. „Wir veranstalten immer nur Einzelprojekte und hoffen, dass das Ergebnis in der Summe gut ist“, kritisiert Christian Huber von der TU München. Solare Warmwasseranlagen auf dem Dach seien „ein super Produkt, das rate ich jedem Häuslebauer“. Kleine Blockheizkraftwerke zu installieren sei prima, „das rate ich jeder Gemeinde“. Beides passe aber nicht zusammen. Sei Nahwärme aus einem Blockheizkraftwerk vorhanden, brauche man keine Solarwärme. Habe man Solarwärme, sei ein Blockheizkraftwerk ineffizienter als ein Großkraftwerk. „Die Politik mit ihren Förderprogrammen individualisiert das Problem, es ist aber ein gemeinschaftliches“, schimpft der Forscher.

Das Wirkungsvollste, was man in der Zwischenzeit tun kann: den Verbrauch reduzieren, damit Energie gar nicht erst aufwendig erzeugt werden muss. Was bedeutet das fürs Haus? Dämmen, sagt der Fraunhofer-Forscher Erhorn. Dämmen, sagt auch Huber. Hightech-Heizanlagen, „solche Technologien sind Torte“, fügt der Hannoveraner Energieberater Alwin Muschter hinzu. Dämmung, „das ist Schwarzbrot“. Und eine gute Heizung der Nachtisch. Die umweltfreundlichste Variante ist die Holzpelletheizung – für sie hat sich der Bauingenieur Matthias Berg entschieden, als sich sein Heizöltank leerte. Beim Verbrennen der Biomasse wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Bäume zuvor beim Wachsen aus der Luft aufgenommen haben. Bei Sonnenenergie entstehen ebenfalls keine Treibhausgase, aber sie können eine Heizung nur unterstützen, nicht ersetzen.

Ihm gehe es um den Klimawandel, sagt Berg. Dafür nahm er es in Kauf, dass es in diesem Winter auch mal ein bisschen ungemütlich war bei ihm zu Hause. Er hat die Pelletanlage absichtlich zu klein dimensioniert, weil er bald besser dämmen und eine große solare Warmwasseranlage aufs Dach setzen will.

aus: Jonas Viering, DIE ZEIT, Nr. 15 vom 08.04.2010

 

Groß-Umstadt nachhaltig entwickeln - Koordinationsgruppe „Agenda-Politik“

Wenn es um die langfristige Finanzplanung der Stadt Groß-Umstadt geht, die Stromerzeugung aus regenerativer Energie, die zunehmende Zahl an PKW in Groß-Umstadt, die Flächennutzung und den Wasserverbrauch, dann ist man mitten in der Politik - denn hinter all diesen Zahlen und Themen steht die Frage: Wohin entwickelt sich die Stadt?

Diese Frage ist nicht theoretisch, sie ist sehr echt und erfordert heute Entscheidungen für die Generationen von morgen. Es gilt, unsere Schuldenberge abzutragen, mit weniger bzw. nur noch sehr teuren Ressourcen leben zu müssen. Mit all diesen Fragen beschäftigt sich seit Anfang des Jahres die von Stadtverordnetenvorsteher Karl Dörr geleitete neue Koordinationsgruppe „Agenda-Politik“, in der alle Fraktionsvorsitzenden, drei Bürger aus der Strategiegruppe und seitens der Verwaltung Bürgermeister Joachim Ruppert und Reiner Michaelis (Agenda-Büro) vertreten sind.

Als erstes konkretes Ergebnis der Beratungen wurde in der zweiten Sitzung am Montag, 26.04.2010 beschlossen, Ende November/Anfang Dezember 2010 ein öffentliches Forum „Finanzen“ zu veranstalten. Es wird zu einem Gedankenaustausch mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern einladen und sich beschäftigen mit allen Fragen rund um die Entwicklung der kommunalen Finanzen, Konsolidierung, Sparansätze, Konzepte für die nachhaltige Zukunft, Entlastung der nächsten Generation, …

Bereits für den 27. Mai sind alle Bürgerinnen und Bürger zur öffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung eingeladen. Dort wird erstmals der Nachhaltigkeitsbericht vorgestellt und zur Beratung „eingebracht“. Dieser Bericht beinhaltet einen umfassenden Katalog an Kennzahlen zur Entwicklung von Groß-Umstadt. Produzieren wir zu viel Müll? Verbrauchen wir zu viel Strom, hat das mit dem Wasser sparen geklappt? Wie viele Arbeitslose gibt es in Groß-Umstadt, wie viele Menschen ziehen hierher bzw. weg? Wie ist die Altersstruktur und die Ärzteversorgung? Diese und viele weitere Daten geben Auskunft über die mittelfristigen Veränderungen, auf die Politik reagieren muss. Und in Groß-Umstadt möchte sie das tun gemeinsam mit der Verwaltung und mit den Bürgern.

 

Nicht „Nichts“ hinterlassen … - Groß-Umstädter Bürgerinnen und Bürger wissen, "was zu tun ist"

Auch nach 10 Jahren erfolgreicher Beteiligungspolitik in Groß-Umstadt ist für manchen Bürger der Begriff „Agenda“ noch immer ein sperriger, schwieriger Begriff. Darin verbirgt sich das lateinische Wort „agere“ für „tun“, und Agenda wird durchaus als „Tagesordnung“ verstanden, also das, „was zu tun ist“. Was haben wir heute auf der Agenda? - heißt es immer wieder.

So wie einzelne Personen oder Gremien hat auch die Stadt Groß-Umstadt eine Agenda. Stand in den 70er Jahren noch Wachstum im Focus kommunaler Entwicklungsstrategien, heißt es heute: Ressourcen schonen, kein Flächenfraß, Energie sparen, Klima schützen. Wo einst der rauchende Schornstein Symbol für Fortschritt war, gilt heute das Gegenteil!

Mit der UmWeltKonferenz in Rio im Jahr 1992 erging der Auftrag auch an die Kommunen, eine nachhaltige Entwicklung anzustreben, also auch kommunal so zu handeln, dass wir heute die Welt bewahren und unseren Kindern keine Schulden, keinen Müll und keine ausgebeuteten Naturschätze - also nicht nichts - hinterlassen. Das geht nicht von heute auf morgen, eine klare Vorgabe war aber, dass an dieser Entwicklung die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden sollen und Entscheidungen möglichst im Konsens zu treffen sind.

In Groß-Umstadt laufen seit 1999 ungezählt viele Aktivitäten, politische Planungsinstrumente wie Bürgerhaushalt, Flächennutzungsplan, Dorferneuerung und viele andere werden unter großer Bürgerbeteiligung erörtert, kleine und große Projekte verbessern die Lebensqualität in allen Stadtteilen und bewirken auf lange Sicht gesehen einen schonenden und bewahrenden Umgang mit unseren Werten und Gütern.

Auch für dieses Jahr haben engagierte Personen wieder zahlreiche Projekte angeregt, einige werden politisch zu diskutieren sein, andere können auch mit wenig Geld und wohlwollender Unterstützung durch Politik und Verwaltung schnell realisiert werden. Zu den mittelfristigen Vorschlägen mit eigenem Konzept bzw. Finanzierungsplan gehören:

Fortgesetzt werden bzw. kurzfristig realisiert werden können:

Die Lokale Agenda 21 in Groß-Umstadt ist ein offener und öffentlicher Prozess, an dem sich alle Bürgerinnen und Bürger gerne beteiligen können - sei es mit guten Ideen und Spaß beim Anpacken in nachhaltigen Projekten oder in den Arbeitsgruppen. Derzeit gibt es die unterschiedlichen Aktivitäten in den Stadtteilen, Agenda-Gruppen, die in der Regel eng mit den Ortsbeiräten zusammenarbeiten, es gibt die Beteiligung bei der Dorferneuerung in Richen und im Arbeitskreis Dorfentwicklung in Klein-Umstadt, es gibt in Umstadt einen Arbeitskreis „Verkehr/Mobilität“, eine Arbeitsgruppe der Energieberater, die Strategiegruppe und neu etabliert eine Arbeitsgruppe „Neue Formen der Zusammenarbeit“ mit Politik, Verwaltung und Bürgern.

Die Termine werden regelmäßig in der Zeitung und hier auf der Homepage veröffentlicht, gerne können Sie auch im Agenda-Büro der Stadt Groß-Umstadt anrufen (781277) oder sich per Mail melden.

 

10 Jahre Lokale Agenda 21

 

Am 14. November 2009 feierte die Stadt Groß-Umstadt ihr 10-jähriges Jubiläum in Sachen LA 21. 1999 hatte die Stadt beschlossen, ein Kommunales Handlungsprogramm zur nachhaltigen Entwicklung aufzustellen, dass nach den Vorgaben der Um-Welt-Konferenz von Rio im Jahr 1992 von allen Kommunen gefordert war. Unter sehr hoher und engagierter Beteiligung der Bevölkerung, der Politik und der Verwaltung entstand die Lokale Agenda, die von der Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2001 einstimmig beschlossen worden ist.

Bürgerbeteiligung und politische Entscheidung im Konsens sind seitdem selbstverständlich in Groß-Umstadt.

Zum 10-Jährigen fand im Forum S der Sparkasse Dieburg hier in Groß-Umstadt eine ganztägige Doppelveranstaltung statt. Am Nachmittag waren ca. 80 Personen dabei, als es um Ökologische Landwirtschaft (Motto: "Bio und Regional = 1. Wahl") und ein hochkarätig besetztes Podium ging.

Faltblatt zur Jubiläumsveranstaltung

Vorträge zur Ökologischen Landwirtschaft:

 „Boomender Biomarkt - eine Chance für unsere Landwirtschaft?“ (Erzeuger) - Dr. Felix Prinz zu Löwenstein

„Genuss und gesunde Ernährung - Erfahrungen in Großküche, Kantinen, Restaurants“ (Verarbeiter) - Dr. Harald Hoppe

„Wer bringt Bio-Produkte auf den Tisch? - König Kunde!“ (Verbraucher) - Manon Haccius - Alnatura

 

CAP THREE sorgten mit jazzigen Arrangements für feinste Unterhaltung, als Überraschung war das Gesangsquartett VierViertel mit dem neuen "Umstadt-Lied" dabei.

Am frühen Abend dann leitete Stadtverordnetenvorsteher Karl Dörr (Foto re.) das Agenda-Plenum mit einem Perspektiv-Vortrag ein:

Nachhaltige Entwicklung - Lokale Chancen im globalen Kontext

Weitere Beiträge zum Plenum: eine kurze Bilanz und eine neue Vereinbarung zur (noch) besseren und verbindlicheren Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Bürgern:

Bilanz - 10 Jahre LA 21

Vereinbarung: Neue Formen der Zusammenarbeit

 

Energiesparen im Altbau

 

Die Stadt Groß-Umstadt beschäftigt sich im Rahmen ihrer Agenda-Aktivitäten seit vielen jahren sich mit dem Klimaschutz, insbesondere mit "Energiesparen im Altbau".

Foto: Einsatz der Thermografie-KameraEnergieberatung findet Zuspruch

Groß-Umstadt bietet Fachberatung zum Kosten- und Energiesparen

Mit dem Projekt „Energiesparen im Altbau“ folgt Groß-Umstadt konsequent seiner Lokalen Agenda, dem Handlungsprogramm für nachhaltige Entwicklung in der „Odenwälder Weininsel“. Altbauten sind fast alle Häuser in der Stadt und in den Stadtteilen und selbst Gebäude von vor 15-20 Jahren könnten eine warme Mütze gebrauchen, damit die immer teurer werdenden Heizkosten nicht „verpulvert“ werden. Seit 2007 ist die Stadt Groß-Umstadt in diesem Agenda-Projekt aktiv, inzwischen haben sich schon über 30 Bürgerinnen und Bürger eine professionelle Energieberatung gegönnt.

Bitte sprechen Sie zunächst bei der kommunalen Energieberatung vor, dort werden Sie kostenlos aber qualifiziert und verbindlich beraten.

Vorab können Interessenten HIER erste Information, Tipps und Ratgeber bekommen.

Aktuelle Übersicht der Schadstoffkonzentration in der Luft (HLUG)

 

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