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Kunstausstellung „Weg und Ziel“

Kunstausstellungen prägen seit vielen Jahren das städtische Kulturprogramm, nun zeigt Gudrun J. Gottstein neue Ölmalerei. Die Vernissage von „Weg und Ziel“ findet am Freitag, dem 09.11.2018, um 19 Uhr im Kunstforum Säulenhalle des Renaissance-Rathauses statt, dazu ist die Bevölkerung sehr herzlich eingeladen. Frau Stadträtin Renate Filip wird die Begrüßung übernehmen, eine Einführung gibt Christoph Ciolek, Kunst-Oberstudienrat a.D., und für die musikalische Begleitung hat das Duo SABICIO, Gesang & Akustik-Gitarre, zugesagt. Die Ausstellung ist bis Sonntag, den 09.12.2018 jeweils freitags von 18 bis 21 Uhr und an den Wochenenden von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Veranstalter: Kulturmanagement der Stadt Groß-Umstadt.

Das Motto der Ausstellung ist mehrdeutig: zum einen ist ein bestimmter Weg und ein eindeutiges Ziel auszumachen, wie zum Beispiel bei einem sportlichen Wettbewerb. Ziele können aber auch als Lebensmeilensteine verstanden werden, wie die Geburt eines Kindes, zu der man einen Baum pflanzt. Außerdem kann der Weg auch als Methode und Mittel zu einem Zweck interpretiert werden. Und häufig ist der Weg das Ziel.

Einen ganzen „Bilderbogen“ aus Wegen, Zielen, Reisen - ob es dabei nun um eine Passion wie den Marathonlauf oder das Überleben wie bei einer Flucht geht - präsentiert die Künstlerin. Ein Marathon ist nicht nur eine Distanz. Viele Amateure setzen sich zum Ziel, „anzukommen“. Oft passiert diese Entscheidung nach erlittenen Rückschlägen. Training, die tägliche Herausforderung, wird zum Weg, sich selbst zu beweisen. Die Kilometer des Wettbewerbs werden zu Nebensache und wer ankommt, hat bereits gewonnen. Gottstein widmet sich bewusst den Menschen, die es schaffen, diesen Kampf mit sich erfolgreich zu bestreiten und in Frankfurt oder New York „ans Ziel gelangen“.

Das ungleich schicksalhaftere Motiv-Spektrum „Flucht“ wurde von der Tagespresse inspiriert und thematisiert Flüchtlinge. „Völlig erschöpft, einfach todmüde und keine Ahnung wie es weitergeht“, so charakterisiert die Künstlerin die Menschen, die auf dem Mittelmeer aufgegriffen wurden. Gottstein wünscht sich, dass bei aller nötigen sachlichen Diskussion nie aus dem Blick gelassen wird, dass es um Menschen geht, um Familien und Schicksale.

Mit kräftiger Farbtongebung und bildkompositorischer Flächigkeit werden verblüffende Effekte motorischer Direktheit erzielt. Diese eindringlichen physisch-räumlichen Studien können freisetzen, was Fotografien eher einkapseln: das narrative Potential von Bildern. Gudrun J. Gottsteins Bilder wollen Vorgänge sichtbar machen, die bei aller Klarheit der dargestellten Konfigurationen eben nicht zu Eindeutigkeiten führen.

Ihre malerische Ausbildung fand hauptsächlich zwischen 1965 und 1977 statt, darunter auch Auftragsarbeiten der Portraitmalerei (Mensch und Tier), seit 1968 gemeinsame Ausstellungen mit Aschaffenburger Künstlern. Seither zahlreiche Einzel- und Gruppenpräsentationen in der Region, von 1992 bis 2004 für Kunst und Kultur in Babenhausen engagiert und ab 1999 regelmäßig Aktmalerei nach Modell. Ausstellungen in Südhessen aber gelegentlich auch in Nordhessen, Rheinland Pfalz und Baden-Württemberg.

Tags: Ausstellung