Informationen aus der Landwirtschaft

(AGGL) Die trockene Witterung des letzten Jahres zeigt erhebliche Nachwirkungen in diesem Frühjahr. Besonders stark hat das Grünland unter der Dürre im vergangenen Jahr gelitten. Weil den Viehhaltern die Futterreserven aus dem Vorjahr fehlen, gilt es hier alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um eine leistungsfähige, standortangepasste Grasnarbe zu erhalten. Das ideale Grünland setzt sich aus 50-70 % Gräsern, 10-30 % Klee und < 30 % Kräutern zusammen. Die Grünlandbestände sollten jetzt im zeitigen Frühjahr, am besten gleich nach dem Ergrünen, kontrolliert werden. Folgende Fragen sollten Sie sich stellen:

  • Treiben die vertrockneten Pflanzen und Horste aus dem Vorjahr wieder aus?
  • Gibt es Lücken ohne Pflanzen im Bestand?
  • Haben sich bereits Unkräuter wie Stumpfblättriger Ampfer und Co in den Lücken festgesetzt?
  • Wie soll das Grünland genutzt werden - Wiese, Weide oder Mähweide?

In Abhängigkeit von Nutzung und Standort kann eine gezielte Nachsaat oder Neuansaat erforderlich sein. Eine Nachsaat oder Übersaat kann mittels Streuer, Gründlandstriegel oder als Durchsaat mit Schlitzschuhen oder Rollscharen erfolgen (Saatstärke 10-25 kg/ha je nach Verfahren). Eine Neuansaat sollte dann erfolgen, wenn der Anteil an unerwünschten Gräsern und Kräutern > 30% ist. Ideale Saatzeitpunkte sind für sommerfeuchte graswüchsige Lagen nach der ersten Nutzung bis Anfang September. Für sommertrockene Lagen sollten die Saattermine nach sehr früher Nutzung erfolgen, damit die Winterfeuchte ausgenutzt wird.

Bitte achten Sie bei dem Kauf von Saatgut auf die jeweilige Standorteignung! Weitere Informationen finden Sie unter www.aggl-otzberg.de. Bei Fragen steht Ihnen das AGGL Team gerne unter Tel. 06162 94352-0 zur Verfügung.

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