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1275-Jahr-Jubiläum

Festwoche vom 10.08. bis 19.08.2018

„Auch wenn das 1275-Jahr-Jubiläum nur ein ´Zwischenjubiläum´ ist“, konstatierte Bürgermeister Joachim Ruppert schon vor gut einem Jahr, „wollen wir das feiern und unsere Geschichte zu diesem Anlass ins Bewusstsein heben“. Eine 10-köpfige Arbeitsgruppe plant eine Festwoche, die vom Freitag, dem 10.08., bis Sonntag, dem 19.08.2018, stattfinden wird. Das Programm liegt als erste Terminübersicht in Form eines Lesezeichens in den Verwaltungsgebäuden aus.

  • Fr. 10.08. - Festabend in der Stadthalle, Weindorf und Laurentiusfest (Marktplatz)
  • Sa. 11.08. + So. 12.08. - Historischer Holzspielparcours, Brauchtum & Handwerk (Bleiche/Gruberhof-Museum), Weindorf, Live-Musik: 40 Jahre Los Veteranos (Marktplatz)
  • Mo. 13.08. - Tag der Schulen mit Projektarbeiten zum Jubiläum (Innenstadt)
  • Di. 14.08. - Tag der Rettungsdienste mit Schau-Übung, Jubiläumsbier-Anstich, Live-Musik (Marktplatz)
  • Mi. 15.08. - „Rudelsingen“ (Stadthalle), Nachtwächterführungen (Innenstadt)
  • Do. 16.08. - Tag der Kirchen „1275 Jahre religiöses Leben“ (Marktplatz)
  • Fr. 17.08. - Tag der Jugend, Late-Night-Shopping (Innenstadt), Feuershow (Marktplatz)
  • Sa. 18.08. - Tag der Vereine „Umstadt in Bewegung“ und Historische Olympiade (Freibad, Stadion), Chorfestival (Marktplatz)
  • So. 19.08. - Ausklang (Marktplatz) und Ökumenischer Gottesdienst (Stadtkirche)

Weitere Vereins- und sonstige Jubiläumsveranstaltungen werden das Jubiläumsjahr bereichern.

 

Die Geschichte

Im Jahr 743 schenkte Karlmann, einer der Söhne von Karl Martell, dem 2 Jahre zuvor gegründeten Bistum Würzburg die St. Peters Basilika von autmundisstat. Die Schenkungsurkunde, die als erster Nachweis für die Existenz des heutigen Groß-Umstadt gilt und das 1275-Jahr-Jubiläum in 2018 begründet, ist zwar nicht erhalten, sie wird aber in späteren Schenkungsbestätigungen immer wieder erwähnt. Man darf das Jahr 743 also aufgrund gesicherter Forschungslage als „Jahr der Ersterwähnung“ werten.

Schon in der Altsteinzeit wurde in der Umgebung gesiedelt, im 2. Jahrhundert entstand am Standort der heutigen Stadtkirche eine römische villa rustica. Siedlungsspuren von Alemannen und Franken sind nachgewiesen. Im Jahr 766 vermachte Karlmanns Bruder Pippin dem Kloster Fulda „eine gewisse Ansiedlung, genannt autmundisstat“. Das bestand nach einem Güterverzeichnis aus dem Jahr 775 aus immerhin 120 Hofstellen und bot somit schätzungsweise 1000 ha Ackerbau- und Weidefläche.

Seit 1255 sind die Herren von Hanau und das Kloster Fulda gleichberechtigte Besitzer der Stadt Groß-Umstadt, die als Zeichen ihrer zentralen Bedeutung schon sehr früh mit Markt- und Stadtrechten ausgestattet wurde. 1390 scheidet Fulda als Besitzer aus, sein Anteil geht an den Pfalzgrafen. 1504 besetzte Landgraf Wilhelm von Hessen im bayrischen Erbfolgestreit ganz Umstadt. Die Pfalz erhielt ihren alten Anteil zurück, der Landgraf den ehemals hanauischen Anteil zugesprochen. Der Dualismus Pfalz/Hessen, der bis 1803 dauerte, hat die Entwicklung der Stadt, besonders nach dem 30-jährigen Krieg, nicht zu fördern vermocht.

Kirchlich gehörte Groß-Umstadt im Mittelalter zum Erzbistum Mainz. 1523 begann sich die lutherische Lehre in Umstadt auszubreiten, 1547 galt der pfälzische Teil als reformiert, der hessische als lutherisch. Oft kam es zu Streitigkeiten zwischen den Anhängern beider Bekenntnisse, doch existieren seit dem Ende des 30-jährigen Krieges beide Konfessionen nebeneinander. Seit 1694 ist die Glaubensausübung auch den katholischen Bürgern wieder gestattet, die 1701 einen eigenen Geistlichen erhielten.

Die Bedeutung Groß-Umstadts als Verwaltungssitz zeigen die zahlreichen Herrenhäuser und Schlösser. So das Pfälzer Schloss, das Wambolt´sche Schloss, der Rodensteiner Hof, das Darmstädter Schloss (das frühere Hanauische Schloss), der Heddersdorf´sche Hof, der Gans´sche Adelshof und das Curtischloss, das 1963 einem Erweiterungsbau des Gymnasiums weichen musste. Ein besonders imposantes Gebäude ist das stolze Renaissance-Rathaus am Markt. Das in der Zeit von 1604-1605 errichtete Bauwerk stellt nicht nur innerhalb der Stadt, sondern auch in der weiteren Umgebung einen architektonischen Höhepunkt dar.

 

42. Tag der Hessischen Denkmalpflege in Groß-Umstadt

„Der vorbildliche Erhaltungszustand der historischen Bausubstanz in Groß-Umstadt zeugt von einer über viele Jahre erfolgreich betriebenen Zusammenarbeit zwischen der Kommune, Architekten, Stadtplanern, Denkmaleigentümern und der Denkmalpflege“, sagte Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen anlässlich der Eröffnung des 42. Tages der Hessischen Denkmalpflege in Groß-Umstadt vor rund 120 Tagungsteilnehmern. Das Thema lautete „1275 Jahre Groß-Umstadt. Die Erhaltung eines städtischen Denkmalensembles“.

Harzenetter sagte weiter, angesichts des 1275 jährigen Jubiläums der Stadt hätte der Ort für den 42. Tag der Hessischen Denkmalpflege nicht besser gewählt werden können, denn in diesem Jahr komme auch das von Bund und Ländern getragene Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz "Vorstadt" in Groß-Umstadt zum Abschluss. Die besondere Bedeutung der hervorragenden, in Groß-Umstadt geleisteten Maßnahmen aber ergebe sich erst vor dem Hintergrund des Denkmalschutzjahres 1975 und des Europäischen Kulturerbejahres 2018. Vorbildlich sei die Verantwortlichkeit, die die Stadt schon 1975 gezeigt habe, als sie ein erstes Gutachten für die behutsame Altstadtsanierung in Auftrag gegeben habe. Dieses Gutachten sei die Grundlage aller späteren Maßnahmen, durch die es möglich geworden sei, die Altstadt von Groß-Umstadt heute als lebendiges, städtisches Denkmalensemble wahr zu nehmen.

Anders als viele andere Kommunen sei es der Stadt gelungen, in den Genuss der im Zuge des Denkmalschutzjahres 1975 zur Verfügung gestellten Förderprogramme für Kommunen zu kommen. Nach 43 Jahren nun zeugten die umgesetzten Maßnahmen von der gelungenen Integration denkmalpflegerischer Ziele in die Stadtplanung und die Stadtsanierung. Dieser Erfolg weise weit über regionale Grenzen hinaus.

Bürgermeister Joachim Ruppert sagte, die sorgsame Pflege des historischen Gebäudebestandes habe eine lange Tradition in Groß-Umstadt. Durch die Ausweisung von Sanierungsgebieten und der damit verbundenen Verkehrsberuhigung belebter Durchgangsstraßen und des Marktplatzes sei es gelungen, die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt und den ortsbildprägenden Gebäuden wieder erstarken zu lassen. Gerade in Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung sei es Bürgern und Touristen gleichermaßen wichtig, die besondere Atmosphäre historischer Gebäude, öffentlicher Plätze und Straßenzüge zu genießen. Das Leben, das sich im öffentlichen Raum entfalte, ziehe immer mehr junge Menschen an und fördere auch das Bewusstsein für den Ort als Wirtschaftsstandort. Der Erfolg der geleisteten, städtebaulichen Maßnahmen zeige sich vor allem darin, dass ortsansässige Bürger investitionsintensive, denkmalpflegerische Schlüsselprojekte in Angriff genommen hätten. Ohne sie seien die Aufgaben, die die Zukunft im Bereich der Pflege und Bewahrung des historischen Gebäudebestandes der Stadt mit sich bringe, nicht vorstellbar.

Christian Bührmann, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst eröffnete die Tagung. Christel Fleischmann, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Darmstadt-Dieburg sprach ein Grußwort. Prof. Dr. Ursula Braasch-Schwersmann, Leiterin des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde erläuterte die Entwicklung vergleichbarer Kommunen in Hessen, Dipl. Ing. Hans Rittmannsperger, Architekt, referierte über die Stadterneuerung in Groß-Umstadt. Die Erkenntnisse aus den Vorträgen wurden bei geführten Stadtrundgängen vertieft und im Rahmen einer von Reiner Michaelis, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Groß-Umstadt geleiteten Podiumsdiskussion erörtert und zusammengefasst. Für Samstag steht eine Exkursion nach Babenhausen auf dem Programm, bei der das Babenhäuser Schloss und die ev. Stadtkirche im Kontext des Altstadtensembles besichtigt werden.

Der Tag der Hessischen Denkmalpflege findet seit 1974 an wechselnden Orten zu aktuellen denkmalpflegerischen Fragestellungen statt. 2016 ging es in Offenbach unter dem Motto „Offenbach Transfer - Eine Stadt und ihre Bewohner“ um Integration und Zuwanderung, 2014, in Michelstadt, um Tourismus und Denkmalpflege, 2013 stand die Innenentwicklung von historischen Städten am Beispiel von Bad Hersfeld im Zentrum des Interesses und 2012 die Rekonstruktion von historischen Altstädten am Beispiel von Frankfurt/Main.

 

Schüler pflanzen 128 Bäume zum Jubiläum

Zum 1275-jährigen Jubiläum der Stadt Groß-Umstadt haben die Schülerinnen und Schüler der drei vierten Klassen der Geiersbergschule am 25. April, dem Tag des Baumes, gemeinsam mit Bürgermeister Joachim Ruppert und dem Forstamt Dieburg (HessenForst) im Stadtwald 128 junge Esskastanien (Baum des Jahres) gepflanzt. Die Zahl 128 kommt nicht von ungefähr: Jeder der 128 kleinen Kastanienbäume soll für ein begonnenes Jahrzehnt von Groß-Umstadt stehen.

Der Bürgermeister begrüßte die Schulklassen und freute sich darüber, dass die knapp 80 Schülerinnen und Schüler für die Pflanzung den Fußmarsch ans Rödelshäuschen auf sich genommen haben. Er erwähnte, dass diese Idee zum Jubiläum auch einen nachhaltigen Aspekt hat, da sich die Kinder vielleicht in 20 oder 30 Jahren an den Kastanienfrüchten von den von ihnen gepflanzten Bäumen erfreuen können.

Förster Jörg Kaffenberger gab noch einige Erläuterungen zur Esskastanie, die in diesem Jahr der Baum des Jahres ist. Die Esskastanie liebt das Weinbauklima und passt daher ausgezeichnet in die Groß-Umstädter Gemarkung. Derzeit gibt es bereits einige Esskastanien im Bereich des Knoßwaldes, des Ziegelwaldes und der „alten Höhe“. Die Esskastanien wurden entlang einiger Hauptwege zum Rödelshäuschen und am Waldrand des Steinerwaldes als eine Art Allee gepflanzt. Sie sollen in ein paar Jahren die Besucher/innen des Umstädter Waldes mit ihren Früchten erfreuen.

Die drei 4. Klassen nahmen sich jeweils einen der drei Wege vor. Die erste Klasse wurde vom städtischen Forstwirt Herrn Rat, die zweite Klasse vom Waldpädagogen des Forstamtes Dieburg Herrn Zinth und die dritte Klasse vom Förster Kaffenberger begleitet.

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