Groß-Umstadt
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Mit 461 Einwohnern ist das typische Haufendorf der
kleinste Stadtteil Groß-Umstadts, und liegt in einem Talkessel in östlicher
Richtung
1418 noch Dorndylle genannt, ist Dorndiel seit 1567 als solches
benannt und bedeutet so viel wie "Dornzaun" (Dorn=Dorn, diel=mhd. dulle,
Zaun). Seit 1817 gehört das Dorf zu Hessen.
Sehenswert ist die alte katholische Kirche, welche 1792 erbaut und 1924
verlängert wurde. Bemerkenswert sind drei Altarfiguren mainfränkischer
Herkunft. Sie haben in dem inzwischen neu erbauten Gotteshaus ihren Platz.

Heubach liegt ruhig und abseits vom Verkehr in einem Seitental an der
Grenze des Buntsandstein-Odenwaldes und hat 1.801 Einwohner
Von Heipach (1303) über Haupach an der Wiesen (1400) und Hawpach (1524)
gehört unser heutiges Heubach seit 1803 zum schönen Hessenland.
Der Stadtteil hat drei Kirchen, davon ist die ehemalige reformierte die
älteste. Ihr Turm stammt aus dem 11. Jahrhundert, Schiff und Chor wurden
1754/59 wieder aufgebaut. Um dieselbe Zeit entstand das lutherische
Gotteshaus mit seiner schönen Fassade. Die katholische Kirche, ein
Sandsteinbauwerk, stammt aus der jüngsten Vergangenheit.

1.529 Einwohner leben in Kleestadt was abgeleitet soviel bedeutet wie
Grabhügel. In seinem ursprünglichen Kern ein Haufendorf.
Kleestadt wird als Besitz der Herren von Eppstein um 1250 zum ersten Male
urkundlich erwähnt. Bis 1425 bleiben sie Besitzer. In diesem Jahr verkaufte
Gottfried von Eppstein das Dorf an seinen Neffen Reinhard Graf von Hanau.
Dieses Geschlecht übte bis zu seinem Aussterben im Jahre 1736 die
Hoheitsrechte aus. Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts gehört Kleestadt zum
Amt Babenhausen.
Nicht nur die Pestzeit 1634/35, die nur 11 Einwohner überlebten, auch die
unklaren Zugehörigkeitsverhältnisse wirkten sich nachteilig auf die
Entwicklung von Kleestadt aus. Von 1736 bis 1810 war es Spielball
verschiedener Landesherren. Nach vielen Streitigkeiten kam der Ort 1810
endgültig an Hessen-Darmstadt.
Das Ortsbild wird auch heute noch von der Kirche, die aus dem 15.
Jahrhundert stammt, beherrscht. Die sehenswerte, flach gedeckte
Pseudobasilika hat ihre Vorbilder in der Nachbarschaft - Umstadt und
Babenhausen. Bis zum Jahre 1977 wurde die Gemeinde von dem unmittelbar neben
der Kirche stehenden Rathaus (erbaut 1903) verwaltet.

Das ehemalige Haufendorf liegt nördlich in einer
flachen Mulde des Lößgebietes und wird bewohnt von 2.210 Einwohnern.
Damals noch als ville Unstat (1361), Onstad (1437) oder Clein Umbstadt
(1552) bekannt war Klein-Umstadt von einer Mauer umgeben.
Auch noch heute bestimmt die um 1425 erbaute Wehrkirche das Bild des
Stadtteils. Der einstige Freihof mit seinem Fachwerk aus dem 16. Jahrhundert
ist heute baulich verändert. Eine dort und am Evangelischen Pfarrhaus
angebrachte Wappentafel erinnern an das Geschlecht der Schelle von Umstadt.
Das Relief des heiligen Wendelin ist in Zusammenhang mit der gleichnamigen
Kapelle (Ende 15. Jahrhundert) in den Weinbergen zu bringen. Ein Großbrand
im Jahre 1865 äscherte das Dorf nahezu völlig ein.

Das kleine Dorf Raibach liegt mit seinen 883
Einwohnern, am Ende eines gleichnamigen Tales, das von einem Bach
durchflossen wird. Das Dorf ist am Südhang erbaut und hat auch dort seine
Erweiterung erfahren. Es wird als Weinort im 17. Jahrhundert erstmals
erwähnt.
Das Straßendorf Raibach war damals benannt als Rippach (1392),
Rayppach (1616) und Pfalzraibach (1892) und gehört seit 1803 zu
Hessen. Unübersehbar ist die Dorfkirche mit einem aus einheimischen
Sandsteinen erbauten Portikus.

Richen liegt mit 1.654 Einwohnern in der Ebene vor den
nördlichen Ausläufern des Odenwaldes.
1353 als Ryechen benannt, 1495 dann als Riechen gehört ebenfalls seit 1803
zu Hessen. Der Weinbau in dem Ort wird schon 1457 beurkundet. Typisch für
den Stadtteil sind die vielen Bauernhöfe, zum Teil mit schönem Fachwerk, die
meistens eine aus dem 18. Jahrhundert stammende rundbogige Einfahrt haben.
Die Kirche ist ein Bauwerk aus dem Jahre 1758 und steht an der Stelle eines
früheren Gotteshauses.

Das in einem fruchtbaren Lößgebiet westlich gelegene
Dorf Semd wird bewohnt von 1.781 Einwohnern. Die Ansiedlung wird von der Semme durchflossen.
1312 ist es als Semede, 1361 als villa Semme und 1567 als Semptt benannt und
findet seine Zugehörigkeit zu Hessen seit 1803.
Auch in Semd wurde Weinbau betrieben. Gemarkungsbezeichnungen erinnern
daran. Mittelpunkt des Haufendorfes ist die Kirche, die 1793 zur heutigen
Gestalt erweitert wurde. Der Turm ist älteren Datums.

1.161 Einwohner leben südöstlich der Stadt in
einem Seitental. Wiebelsbach ist als Weinort schon im 16. Jahrhundert
erwähnt und gehört auch seit 1803 zu Hessen.
1303 trägt es den Namen Wupelspach, 1391/1400 den Namen Nieder- und
Oberwipelspach und ab 1439 den Namen Wybelspach.

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