Groß-Umstadt
Virtuellerbenötigt
JAVA
Kulturzentrum & Kongresshalle
(Ausgangspunkt Marktplatz )
1. RathausMarkt 1, Renaissance-Neubau 1604-1605, mit reichgeschmückten Giebeln und Zwerchhaus. Prunkportal von 1596 mit den Wappen der Landesherren Kurpfalz und Hessen-Darmstadt. Links und rechts des Zwerchhauses die lebensgroßen Sandsteinfiguren „Justitia“ (Gerechtigkeit) und „Prudentia“ (Klugheit). Am Gesamtwerk ist der Einfluss der prunkliebenden Pfalzgrafen unverkennbar. An der Ostseite vermauertes gotisches Fenster von der ehemaligen Fortskapelle, deren Steine zum Teil für das Rathaus verwendet wurden. Im Erdgeschoss befindet sich die Säulenhalle, die repräsentativen Veranstaltungen dient. Der Gewölbekeller im Untergeschoss ist benannt nach dem Junker von Rodenstein.
Teil des Rathauskomplexes, in der Hanauer Gasse, massiver zweigeschossiger Bau von 1761. Totalsanierung und Neubau zwischen den historischen Gebäuden 1991 abgeschlossen.
3. Evangelische
StadtkircheAm Markt, erbaut über einem römischen Gutshof. Hervorgegangen aus der im Jahre 743 erwähnten Basilika St. Peter. Der Turm ist aus dem 13. Jahrh., in den Jahren 1460-90 wurde die Kirche erweitert und erhielt ihre heutige Gestalt. Dreischiffiges Langhaus im pseudobasilikalen Baustil. Im Inneren Chorgestühl, Fresken in Chor und Sakristei, sehr viele Grabmale. Südseite außen Gedächtnismal von 1462, zur Erinnerung an die Mainzer Stiftsfehde.
4. BietMundartliche Bezeichnung des Vierröhrenbrunnens auf dem Marktplatz. Runder Sandsteintrog mit figürlicher Quellnymphe an der Ostseite. Der quadratische Brunnenstock ist von der „Bietjungfer“ bekrönt. Allegorische Figur mit Palmwedel, stützt sich auf zwei Schilde mit den Wappen der ehemaligen Landesherren. 1714 erbaut, 1765 und 1994/95 teilweise erneuert.
Markt 5, wurde 1555 erbaut. Alte hessische Kellerei, 1780 Fassadenänderung, heute funktionsgerecht renoviert. Im Saal des 1. Stockes ist ein kostbarer fränkischer Erker mit Masken und Fruchtgehängen eingebaut. Er stammt vom Ende des 17. Jahrhunderts und befand sich an einem Haus in der Schwanengasse.
Brunnengasse 14. Der Westflügel, erbaut um 1530, nimmt den 2stöckigen Küchenbau auf. Der Südflügel ist 50 Jahre jünger. Das Anwesen liegt an der Südostecke der Altstadt. 1780 umgebaut, mit Mansarddach versehen. Die mächtige dreistöckige Scheune stammt aus der selben Zeit. In der Umfassungsmauer vermauerte Tür von 1524. Durch An- und Umbauten in jüngerer Zeit stark verändert.
Freier Platz in der Brunnengasse vor dem Fachwerkhaus Volmar. Ob auf diesem „gehobenen“ (aufgefüllten) Markt einmal „Heäwe“ (Töpfe) verkauft wurden, ist nicht geklärt. Es könnte sich aber um einen zum Markt gehörigen alten Stapelplatz handeln.
8.
Fachwerk am MarktMarkt 4, Engelwirtshaus. Erdgeschoß massiv, im Hof Renaissance-Eingang,
dreigeschossig, überbaute Toreinfahrt, ehem. Besitz der Riedesel von
Eysenbach.
Markt 3, Hirschwirtshaus, erbaut um 1470, ältestes Fachwerkhaus der Stadt,
1577 von Peter Storck in der Curtigasse erweitert.
Markt 2, Haus Weber, erbaut um 1580.
Rodensteiner Str. 4. Massiver und rechteckiger Baukörper, um 1570 erstellt. Das vorkragende Obergeschoß besteht aus Fachwerk mit zum Teil geschnitzten Balken, heute leider verputzt. In die fränkische Diele führt eine Rundbogentür. Geometrische Stuckdecken in den Innenräumen. Ehemaliger Burgsitz der Familie Wambolt von Umstadt.
Rodensteiner Str. 3. Seit 1409 Allod der Pfälzischen Amtmänner Schelm von Bergen und deren Erben Boineburg und Rodenstein. Um 1540 erbaut, Turm mit Aufgang Hofseite, Obergeschoss modernisiert, ehemalige katholische Kollektur und Schule. Zusammen mit der alten lutherischen Schule dient der gesamte Gebäudekomplex heute als Seniorenwohnanlage.
11.
Darmstädter SchlossHanauer Gasse 15. Hervorgegangen aus der Burganlage des 13. Jahrhunderts der Herren von Hanau. Liegt an der Nordostecke der Altstadt, an der Nordseite Reste der Stadtmauer. Wappentafel von 1465, ab 1524 in hessischem Besitz, 1714 umgebaut zum heutigen Aussehen. Sitz der hessischen Verwaltungsbeamten. An der Südseite Abschlussmauer eines Pfarrhofes, davor das sog. Kutscherhaus.
Freier, früher von Pfarrhäusern und fuldischen Lehnshöfen umstandener Platz zwischen Ev. Stadtkirche und nördl. Abschlussmauer. Ob die andere Bezeichnung „Klosterhof“ dem klösterlichen, fuldischen Besitz oder einem ehemaligen Kloster an dieser Stelle zuzuordnen ist, kann nicht beantwortet werden.
(Exkurs über die Untere Marktstraße)
Am Steinborn, erbaut nach der Pestzeit 1511. Ehemalige Gruft der Familie von
Curti.
Curtigasse 4, ehemaliger Teil des Wambolt´schen Anwesens, um 1560 erbaut, Stockwerke vorkragend, im Innern ursprüngliche Aufteilung.
Curtigasse, an das 1590 erbaute, 1963 niedergelegte Schloss erinnern die 4 Wappentafeln am Neubau des Gymnasiums. Benannt nach C. W. Curti, Baronet, Gesandter Karl II. von England, pfälzischer Oberamtmann.
Curtigasse 6, u-förmige Anlage, bereits 1036 erwähnt. An Stelle des alten Burgsitzes 1600 - 1602 erbaut und 1670 erweitert. Giebelgestaltung wie am Rathaus, im Erdgeschoß schmiedeeiserne Korbgitter, im Innern geometrisch aufgeteilte Stuckdecken. Umfassungsmauern mit Toreinfahrten sowie Seitengebäude niedergelegt. Seit 500 Jahren im Besitz der Reichsfreiherren Wambolt von Umstadt.
Pfälzer Gasse 5, erbaut 1594 von Bürgermeister Hans Hax, Torbogen von dem Steinmetzen Jörg Schoenick. Gleiches Beschlagwerk wie am Rathaus.
Neben dem Pfälzer Schloss in der Georg-August-Zinn-Straße. Ehemals Sitz der pfälzischen Administration. Heute Ev. Gemeindehaus.
20.
Pfälzer SchlossPfälzer Gasse 16, Südwestecke der Altstadt an der begehbaren Stadtmauer, das alte Fuldische Schloss, Sitz des Pfälzischen Oberamtmannes, erbaut im 15. Jahrh. Zu dem zweischiffigen Saal mit der gotischen Pforte führt eine reich geschmückte Freitreppe. Der mächtige tonnengewölbte Keller diente seit eh und je der Lagerung und dem Ausbau des Umstädter Weines. Das Obergeschoss brannte 1806 ab und wurde vereinfacht in Fachwerk wieder aufgebaut. Der Rittersaal wurde 200 Jahre lang als katholischer Gottesdienstraum benutzt. Renovierung 1976. Heute Ort der Stadtverordnetenversammlung, Tagungs- und Ausstellungsraum.
24.
HospitalGeorg-August-Zinn-Straße 24, Hospital zum Heiligen Geist, anläßlich einer Stiftung 1451 erwähnt. Im 19. Jahrh. abgebrochen und als Schulhaus wieder aufgebaut. Im Volksmund „Schultürmchen“ genannt.
Fußläufig zu erreichen am Stadtausgang in Richtung Raibach/Dorndiel, in
direkter Nachbarschaft der Parkanlage „Bleiche“. Alte Hofreite, errichtet im
Jahre 1806 von Wasenmeister Johannes Klotz. Seit 1988 in städtischem Besitz.
Neben der umfangreichen Sammlung zur Archäologie und Stadtgeschichte ist das
bürgerliche Wohnhaus zu besichtigen. Ebenfalls: Umstädter historische
Werkstätten, Bauernhofmuseum mit Bauerngarten und Hauswingert, Vereinsheim
des Odenwaldklubs. Bewirtschaftung im „Kuhstall“.
Beliebter Treffpunkt für kulturelle Veranstaltungen aller Art.
Öffnungszeiten zwischen Ostern und Ende Oktober jeweils sonntags von 13.00-18.00 Uhr und nach Vereinbarung (Tel: 06078-4358), Eintritt frei.
Zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen des städtischen Kulturprogramms und
des Museums- und Geschichtsvereins e.V. Weitere Infos unter dieser
Website.
Saisoneröffnung im Gruberhof mit Ausstellung landwirtschaftlicher Geräte, Vorführung alter Handwerke, Ostermontag Jazz-Frühschoppen
An beiden Feiertagen offene Ausstellung und Aktionen rund um die Landwirtschaft, Pfingstmontag Live-Musik
Juni/JuliInternationales Sommerfest im Gruberhof, Live-Musik, Internationale Folklore und Tanz, Speisen und Getränke quer durch die Küchen Europas
Johannismarkt und Johannisfest in der Innenstadt und auf dem Marktplatz, mit „Neubürgertag“ (Empfang in der Säulenhalle), erweiterten Geschäftszeiten und buntem Unterhaltungsprogramm unter Mitwirkung der portugiesischen Mitbürgerinnen und Mitbürger
Winzerfest-Rahmenprogramm mit zahlreichen Veranstaltungen in der Stadt und in den Stadtteilen. Dazu gehören der große Bauernmarkt auf dem Marktplatz mit Streichelzoo, Beratung, Ausstellung, Verkauf von Naturprodukten selbstvermarktender Landwirte, Musik und Unterhaltung und die Große Öffentliche Weinprobe in der Stadthalle
Wochenende nach dem 15. September4 Tage Winzerfest im ganzen Stadtbereich mit vielen Buden, Live-Musik, Festprogramm, Krönung der Weinhoheiten, großem Festzug und Vergnügungspark
Weinherbst im Gruberhof, traditionelles Trauben- und Äpfelkeltern, Besichtigung des Weinkellers, Musik, Unterhaltung, deftige Speisen
Aktionstage rund um die Landwirtschaft im Gruberhof. Verschiedene Schwerpunkte (Kartoffelfest, Getreide, u.ä.) mit Ausstellungen, Vorführungen und kulinarischen Leckerbissen
Adventmarkt auf dem Marktplatz, viele kleine Buden und Stände, Chor- und Orchestermusik, Nikolaus für Kinder, Attraktionen, Ausstellung und Café in der Säulenhalle des Renaissance-Rathauses
Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender, der Tagespresse bzw. dem Plakataushang.
Viele weitere regelmäßige Veranstaltungen sowie Kerb auch in allen Stadtteilen.
Das städtische Kulturprogramm bietet u.a.:
Anmeldungen für Stadtführungen werden vom Stadtmarketing entgegengenommen. Kenner der Stadt- und Kulturgeschichte zeigen Ihnen die schönsten Seiten der Stadt und lenken den Blick auf Details, die sonst ungesehen blieben.
Das Kulturamt der Stadt Groß-Umstadt vermittelt auch das ganze Jahr über Weinproben ab 20 Personen. Diese werden von qualifizierten Kräften durchgeführt. Rechtzeitige Anmeldung empfiehlt sich. Besondere Wünsche betreffend Umfang und Dauer der Weinprobe nehmen wir gerne an.
Auch im Gruberhof werden Weinproben angeboten, die der Umstädter Museums-
und Geschichtsverein durchführt.
Selbstverständlich stehen auch die Weinbaubetriebe für Weinproben zur Verfügung, die meisten bieten auch Betriebsbesichtigungen an.
Weinbergsrundfahrten
in Groß-Umstadt
E-Mail
Schiener / Wörner,
Röntgenstr. 10
Tel. 789308
mobil: 0171 5452226
in der Stadt beim Pfälzer und Wambolt´schen Schloss, am Stadtausgang nach Raibach die „Bleiche“ mit Boule-Bahn, großem Kinderspielplatz und Teichanlage mit Wasserspielen.
Groß-Umstadt auf dem „Hainrich“
Klein-Umstadt auf dem „Binselberg“
Auskunft über städtisches Kultur- und Sportamt
am Stadtausgang Richtung Raibach gelegen
neben dem Stadion, Zufahrt über die Höchster Straße. Großes Schwimmerbecken mit Sprungturm, kombiniertes Schwimm- und Abenteuerbecken (Strömungskanal, Fontainen, Rutsche) und Plantschbecken für Kleinkinder. Große Spiel- und Liegewiese, Kinderspielplatz und Tischtennis, Bewirtung. Von Ende April bis Mitte September geöffnet (08.30-20.00 Uhr)
zu erreichen über die Höchster Straße, mit Beach-Ball-Feld, Rasenplätzen für Fußball, Leichtathletikanlagen und Tennisplätzen und Skater-Bahn auf dem Vorplatz
auf dem ehem. Waldsportplatz am Knoß unterhalb des Steinbruchs. Reiner Jugendzeltplatz, Vergabe nur nach Voranmeldung.
Ein weites Netz gut ausgebauter Radwege erschließt sich dem Besucher in Groß-Umstadt. Nahezu alle Stadtteile sind über Radwege angebunden, für Radwanderer, die auch weitere Strecken bewältigen wollen, führen gute Wege durch Forst und Feld in alle Richtungen. Hilfreich ist die Fahrradwegekarte des Landkreises Darmstadt-Dieburg (erhältlich im Buchhandel), die alle befahrbaren Wege abseits der Autostraßen ausweist und auf einer zuverlässigen Wegweisung basiert. Die quadratischen grünen Schilder mit den jeweiligen Radwegenummern führen sicher zum Ziel.
Die waldreiche Gemarkung ist durch Rundwanderwege, die von Naturparkplätzen ausgehen, erschlossen:
Für größere Wanderungen in die Umgebung empfiehlt sich die Wanderkarte des Odenwaldklubs (Karte „Naturpark Bergstraße/Odenwald, Bachgau/Maintal Karte Nr. 1“), die in den Umstädter Buchhandlungen zu haben ist. Weiterhin erhältlich ist bei der Stadt Groß-Umstadt das Buch „Heubacher Themenwege“
Ihr Wanderroutenplaner - von Groß-Umstadt in den Odenwald
Zwischen Groß-Umstadt und Klein-Umstadt fällt der nördliche Odenwald in
die weite Untermainebene ab. Hier gedeihen seit dem Mittelalter vor allem
auf den gegen Süden exponierten Hanglagen sehr gute Weine auf mineralreichen
Porphyr- und Lössböden.
Von der Wendelinuskapelle oberhalb von Klein-Umstadt schweift der Blick weit
über die Untermainebene: Bei klarem Wetter sind die Höhenzüge von Hunsrück,
Taunus, Vogelsberg und Spessart zu erkennen. Man wähnt sich tatsächlich fast
an der Bergstraße, würde die Untermainebene nicht gegen Süden allmählich in
das Reinheimer Hügelland und den kuppigen Bergsträßer Odenwald übergehen.
Durch die Höhenzüge des nördlichen Odenwaldes vor kalten Ostwinden
geschützt, besitzt die Gegend um
Klein-Umstadt auch klimatische Ähnlichkeiten mit der Bergstraße.

Die „Wendelinuskapelle“ am Geoparkpfad liegt zwischen Weinbergen und Streuobstwiesen oberhalb der weiten Untermainebene.
Die „Kleine Bergstraße“ besitzt jedoch nicht nur landschaftliche Ähnlichkeiten mit ihrer großen Schwester - auch deren geologische Bauelemente finden sich im Untergrund Klein-Umstadts wieder. Die Untermainebene ist Teil des „Hanauer Beckens“, das als geologisch junge Bruchstruktur vor 50 Millionen Jahren etwa gleichzeitig mit dem Oberrheingraben entstand. Bei Klein-Umstadt sanken damals große Gesteinsschollen gegen Westen ab.

Blick aus den Weinbergen am Stachelberg gegen Südwesten. Im Hintergrund
geht das Reinheimer Hügelland in den Bergsträßer Odenwald über.
Die entstehende Senke wurde schnell durch die Ablagerungen von Flüssen aufgefüllt. Vor 30 Millionen Jahren war jedoch die Absenkung so stark, dass ein flaches Meer eindringen konnte - wer heute am Stachelberg steht, kann sich leicht die damalige Küstenlinie vorstellen.
Der nördliche Odenwald dagegen wurde leicht herausgehoben, und unter dem jüngeren Buntsandstein kamen der 380 Millionen Jahre alte Granitgneis und Granit zum Vorschein. Eine Besonderheit ist der Umstädter Quarzporphyr, wie er auch am Stachelberg auftritt: Er ist eine Ablagerung aus Vulkanen, die vor rund 270 Millionen Jahren aktiv waren und mit ihrer quarzreichen, zähflüssigen Schmelze für katastrophale Ausbrüche gesorgt haben.

Quarzporphyr vom Stachelberg. Die Fließfalte zeigt, wie zähflüssig sich die Lava während des Ausbruches verhielt.
1839 bis 1931 wurde bei Klein-Umstadt Schwerspat (Baryt) abgebaut. Dieses Mineral tritt in hunderte Meter langen Adern (Gängen) an alten Verwerfungen auf und ist bekannt für seine hohe Dichte von 4,48 Gramm pro Kubikzentimeter. Es fand vor allem bei der Farb-, Keramik- und Papierherstellung Verwendung.

Karte des Geoparkpfades und Lage der Stationen:
„Die Kleine Bergstraße - Landschaft, Mensch und Umwelt in Klein-Umstadt“
Lernen Sie die abwechslungsreiche Landschaft an der „Kleinen Bergstraße“
kennen. Warum nicht einmal ohne Auto unterwegs sein? - Der mit dem
öffentlichen
Nahverkehr gut erreichbare Bahnhof Klein-Umstadt ist der Startpunkt für den
abwechslungsreichen Geoparkpfad, der durch die Kulturlandschaft um den Ort
führt und dabei auch kulturhistorisch interessante Stationen in der Ortslage
einbezieht.
Bevor Sie den Geoparkpfad begehen, machen Sie einen Abstecher nach
Nordwesten zum Geopunkt (GP) „Breitwieser Bruch“. Dort gewinnen die
Stadtwerke Groß-Umstadt heute Trinkwasser. Doch der Untergrund der
Untermainebene hält hier noch einige Überraschungen bereit.
Wenn Sie anschließend dem gelben „L“ folgen, erwartet
Sie eine 2,5 bis 3,5 Stunden dauernde Wanderung, bei der Sie auf der rund 7
km langen Strecke insgesamt 10 Informationsstationen antreffen.
Vom Bahnhof führt der Weg entlang des Ortsrandes bergauf zur Weinlage
„Stachelberg“, wo sich bei schönem Wetter ein wunderbares Panorama eröffnet.
Hier tauchen Sie ein in die Erdgeschichte Klein-Umstadts und haben die
Möglichkeit, die hier vorkommenden Gesteinsarten anzufassen und direkt
miteinander zu vergleichen (Station 2).
Haben Sie sich schon einmal überlegt, warum Weinbau in Deutschland nur in ganz begrenzten Lagen möglich ist? - An der folgenden Station 3 können Sie selbst experimentieren, und schnell wird klar, dass Weinbau in Deutschland Weinbau im klimatischen Grenzbereich ist.
Neben dem Mikroklima ist es aber vor allem der Boden, der für eine Weinlage ausschlaggebend ist und dem Wein seinen ganz eigenen Charakter verleiht. Werfen Sie einen Blick in den Boden und erfahren Sie, was der Boden unter einem Weinberg zu erzählen hat (Station 5).
Im Jahr 1150 wird in den Verzeichnissen der Reichsabtei Fulda erwähnt,
dass auch schon in der Vergangenheit bei Umstadt Weinbau betrieben worden
sei. 1403 wird auch der Klein-Umstädter „Stachelberg“ genannt. Die heutige
Rebfläche von etwa 17 Hektar
stellt jedoch nur noch einen kleinen Rest des ursprünglichen Bestandes dar.
Der zweite Teil des Weges führt durch Gelände, das noch im 18. Jahrhundert
als Weinberg genutzt wurde. Heute befinden sich dort in Ortsnähe vorwiegend
Streuobstwiesen (Station
9).
Klein-Umstadt selbst besitzt eine wechselvolle Geschichte. Die östliche Hälfte des alten Dorfkerns wurde nach einem schweren Großbrand 1859 wieder neu aufgebaut (Station 6).
Im westlichen Ortskern ist dagegen die alte, verwinkelte
Siedlungsstruktur erhalten geblieben. Dort finden sich auch heute noch
Überreste der mittelalterlichen
Wehrmauer, die das kleine Dorf einst komplett umfasste (Station 8).
Die heutige Pfarrkirche Klein-Umstadt war mit einem Mauerring in diese
Wehranlage integriert (Station 7). Das romanische Langhaus geht vermutlich
auf das
11. Jahrhundert zurück, während der Chor im 15. Jahrhundert umgebaut wurde.
Im Inneren der Kirche findet sich eine der ältesten gotischen Steinkanzeln
in Hessen.

Der gotische Chor der Klein-Umstädter Wehrkirche wurde vermutlich zwischen 1450 und 1470 errichtet.
Dass es in Klein-Umstadt Bergbau gegeben hat, sieht man dem Ort heute kaum mehr an. Seit der Industrialisierung wurden die Schwerspatvorkommen in der Gemarkung in teilweise kilometerlangen Stollenanlagen unter Tage ausgebeutet. Der Geoparkpfad führt an den Überresten des „Stollens I“ vorbei (Station 10).

Historisches Foto des Stollenmundloches des „Stollens I“ der Gewerkschaft
Oberweis, die zwischen 1906 und 1931 rund 500.000 Tonnen
Schwerspat förderte.

Besonders im Winter ist die Halde des „Stollens I“ heute noch gut erkennbar.
Zur Vermittlung geführter Wanderungen auf dem Geoparkpfad wenden Sie sich
bitte an die Kulturabteilung der Stadt Groß-Umstadt (Frau Schröbel, Tel.
(06078) 781281,
E-Mail).
Besichtigung der Wehrkirche auf Anfrage unter Tel. (06078) 2254 oder
E-Mail.

Globaler-Europäischer-Nationaler Geopark
Bergstraße Odenwald
Nibelungenstraße 41
64653 Lorsch
(06251) 707990
(06251) 7079915
E-Mail
Website
Geo-Naturpark
Website
Europa-Geoparks
Steinbornshohl
Veste Otzberg mit Heimatmuseum, Burg Breuberg, Stadt- und Kreismuseum Dieburg, Rathaus Michelstadt, Elfenbeinmuseum Erbach, „Felsenmeer“ Lautertal im Odw., u.v.m.
TouristikService
Marktplatz 1
64711 Erbach
Tel. (06062) 943330
Fax. (06062) 943333
E-Mail
Website
Verein Naturpark Bergstraße Odenwald e.V.
Niebelungenstr. 41, 64653 Lorsch
Tel. (06251) 707990
Fax. (06251) 707915
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Website
Magistrat der Stadt Groß-Umstadt • Markt 1 • 64823 Groß-Umstadt • (06078) 781-0 • E-Mail • Seitenanfang