Groß-Umstadt
in der Stadtverwaltung:
Hiltrud Knöll
Fachbereich Planen, Bauen, Umwelt
Markt 1
64823 Groß-Umstadt
Tel. (06078) 781-216
vor Ort:
Heiko Handschuh
Ortsvorsteher
Tel. 0177 8742618
zum Dorfentwicklungskonzept:
Dorte Meyer-Marquart
Moderatorin
Tel. (06022) 507355
zur Förderung:
Herwig Münster
Landkreis Darmstadt-Dieburg
Dorf- und Regionalentwicklung
Tel. (06151) 881-2114
für private Bauberatung:
Reiner Lenz
Planungsgruppe Darmstadt
Tel. (06151) 99500
Stärken,
Schwächen und Ideen Beim Pausengeplauder vor dem Richer Saalbau erntet der Groß-Umstädter Bürgermeister Joachim Ruppert allgemeines Nicken mit seiner Aussage, dass er mit 80 bis 100 Teilnehmern gerechnet hat. Nur etwa 40 sind am Montagabend zur Auftaktveranstaltung gekommen, mit dem der Dorferneuerungsprozess im Groß-Umstädter Stadtteil eingeläutet wird.
Genau
genommen wird damit die „Projektfindungsphase“ eingeleitet. In den nächsten
sechs Monaten sollen drei Arbeitsgruppen und gelegentliche Vollversammlungen
ein „Dorfentwicklungskonzept“ (DEK) formulieren, einen Katalog öffentlicher
Projekte, für die im Rahmen des Landesprogramms öffentliche Fördermittel
beantragt werden können. Die Umsetzung solcher Projekte wird sich dann über
mehrere Jahre verteilen. Auch die Stadt Groß-Umstadt hat dazu einen
finanziellen Beitrag zu leisten, und immer wieder wird bürgerschaftliches
Engagement aus dem künftigen „Arbeitskreis
Dorferneuerung“
gefragt sein, wie Moderatorin Dorte Meyer-Marquart an diesem Abend erklärt.
Die Grundinformationen ergänzt Herwig Münster von der Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis Darmstadt-Dieburg. Er weist am Rande auch auf Fördermöglichkeiten für private Projekte hin, aber an diesem Abend geht es ums Gemeinwesen. „Es ist sozusagen eine Fortsetzung der Agenda 21“, sagt Meyer-Marquart. Damit haben die Richer schon einige Erfahrung, besonders mit dem Ausbau des alten Rathauses zum Bürgertreff, und unter den Besuchern ist auch Hedi Heß, die „Ikone“ dieses Engagements. Überhaupt haben die Richer Übung im bürgerschaftlichen Engagement, nicht zuletzt als Regionalsieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.
Um
diese Zukunft geht es dann auch bei der Erarbeitung eines ersten
Stärken-Schwächen-Profils. Dabei hängen schnell erstaunliche viele rote
Karten an den Stellwänden und beschreiben Mängel in der Infrastruktur eines
Dorfs, mit dem sich die Einwohner eigentlich sehr stark identifizieren, weil
es von der direkt benachbarten „Hauptstadt“ Umstadt geschluckt zu werden
droht.
Auf das Fehlen einer Ortsmitte wird hingewiesen, ein Jugendraum wird vermisst, die Einkaufsmöglichkeiten seien begrenzt und das gastronomische Angebot spärlich, heißt es da zum Beispiel. Und immer wieder: zu viel Verkehr. Zu den Stärken werden die schöne Landschaft und der hohe Erholungswert gezählt, auch das bürgerschaftliche Engagement in Agenda und Vereinsring.
Vor dem Hintergrund dieses Profils sollen nun drei Arbeitsgruppen den Weg zum DEK fortsetzen. Die Gruppe „Bauen, Energie, Grünes“ trifft sich am Mittwoch (25.) im alten Rathaus, die Gruppe „Freizeit, Kultur, Soziales“ am Montag (30.) im Saalbau, die Gruppe „Wirtschaft, Nahversorgung, Verkehr“ am Donnerstag, 3. Dezember im alten Rathaus. Alle treffen beginnen um 19.30 Uhr, zusätzliche „Mitmacher“ sind willkommen. Hol
Rund 40 Bürger des Groß-Umstädter Stadtteils Richen waren am Montagabend zur Auftaktveranstaltung des Dorferneuerungsprozesses in den Saalbau gekommen. Dort erläuterten Herwig Münster von der Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie Moderatorin Dorte Meyer-Marquart das weitere Vorgehen, zu dem als erster Schritt die Erarbeitung eines Stärken-Schwächen-Profils gehörte. Dabei gab es für Richen erstaunlich viele „rote Karten“. (Foto: Klaus Holdefehr)
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