Rittersporn

Logo: AGGL(AGGL/Wolfgang Heimer) Der Gewöhnliche Feldrittersporn, auch Acker-Rittersporn genannt, ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimeter erreicht. Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Er ist sommer- oder winterannuell und in letzterem Fall dann als Rosettenpflanze überdauernd. Er wurzelt bis 50 Zentimeter tief. Der Nektar ist nur langrüsseligen Hummeln und anderen Insekten mit mindestens 15 mm langem Rüssel zugänglich. Die Fruchtreife erfolgt von August bis September. Diese bewirkt Selbstausbreitung der Samen als Austrocknungsstreuer, daneben ist sie ein Windstreuer. Die Samen sind Kältekeimer. Alle Pflanzenteile sind giftig, insbesondere die Samen. Früher wurden die alkaloidarmen Blüten als Heilmittel eingesetzt. Da bisher Belege für die Wirksamkeit fehlen, ist die Droge als Arznei nicht mehr gebräuchlich. Der Gewöhnliche Feldrittersporn benötigt nährstoffreiche Getreideäcker, Wegsäume und trockenwarme Plätze. Er gedeiht auch auf warmen, mäßig trockenen bis frischen, nährstoffreichen und basenreichen, neutral-milden, humosen lockeren Lehmböden.

Der Gewöhnliche Feldrittersporn war in Mitteleuropa weit verbreitet, ist aber durch vermehrten Herbizideinsatz und intensive Bodenkultivierung selten geworden. In Deutschland ist er in der Roten Liste gefährdeter Arten als gefährdet eingestuft und längst nicht mehr „gewöhnlich“. In unserer Region gibt es nur noch wenige und unregelmäßige Vorkommen. Die letzten Vorkommen finden sich heute im Randbereich der Ackerflächen, die von Herbizideinsätzen nicht erfasst wurden. Leider findet er in den Blühflächen, die zur Förderung bestimmter Vogel- oder Insektenarten angelegt werden, kaum Wuchsmöglichkeiten oder wird schnell wieder von höher wüchsigen oder mehrjährigen Pflanzen verdrängt. Im Gegensatz zu Kornblume und Klatschmohn, die insbesondere auf stärker durchlässigen Böden noch ein „besseres“ Auskommen finden, ist der Rittersporn auch hier kaum anzutreffen.

Wie können wir dem Gewöhnlichen Feldrittersporn helfen?

Verzichten Sie auf ca. 5 m breiten Randstreifen von Getreideäckern auf den Einsatz von Herbiziden und im Idealfall nach der Ernte auf einem Teil des Randstreifens auch auf die Bodenbearbeitung. Erhalten Sie Erdwege und Wegränder, der Herbizideinsatz muss hier unterbleiben. Fragen Sie nach Förderprogrammen für die Anlage von speziellen Ackerflächen zur Förderung von Acker-Wildkräutern.

Tags: AGGL