Informationen aus der Landwirtschaft

(AGGL) Die pflanzenbaulichen Maßnahmen in den Getreidebeständen sind weitgehend abgeschlossen und die Getreideernte rückt näher. Wegen der schlechten Aussaatbedingungen im vergangenen Herbst ist die Zahl der Rapsflächen 2019 stark dezimiert und auf vielen Flächen wird auch in diesem Jahr der Ertrag hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die Gründe dafür sind vielfach:

Schlechte Aussaatbedingungen und Trockenheit, witterungsbedingte Knospenwelke und ein starker Zuflug des Rapsglanzkäfers verhinderten die Vollblüte. Ob unter diesen Umständen der Raps anbauwürdig bleibt ist fraglich. Unter der nass-kalten Witterung im Mai haben Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben gelitten, den Getreidebeständen hat die Witterung wenig geschadet. Nahezu 200 Nitracheck Analysen wurden von der AGGL in den Getreidebeständen durchgeführt. In Abhängigkeit von Vorfrucht, Düngung, Witterung und Standort ergeben sich so wertvolle Hinweise zur Stickstoffdynamik, was für die Bestandsführung wichtig ist. Die pflanzenbaulichen Maßnahmen in den Getreidebeständen sind nun weitgehend abgeschlossen.

Nach der Schnittnutzung ist im Grünland der ideale Zeitpunkt, um eine Nachsaat mit 5-10 kg/ha Weidelgras durchzuführen. Eine dichte, leistungsstarke Grasnarbe ist der beste Unkrautschutz und verhindert das unerwünschte Auflaufen von Ampfer, Disteln und Brennnesseln. Die Nachsaat sollte mit einem Grünlandstriegel oder spezieller Nachsaattechnik erfolgen - wird die Nachsaat mit einem Schleuderstreuer ausgebracht, gilt es zu bedenken, dass die Samen max. 6 m weit fliegen!

Achten Sie beim Mähen und Mulchen der Wege und Feldränder zur Feldrandhygiene auf mögliche Brut- und Nistplätze unserer Bodenbrüter. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Totalherbiziden auf Wegen und Feldrändern ist verboten - beachten Sie die Auflagen zur Abstandsreglung! Bald werden an vielen Randstreifen auch wieder die Ergebnisse der Blühstreifeninitiative „Farbe ins Feld“, die in Zusammenarbeit von Landwirten, Kommunen, AGGL und entega seit vier Jahren erfolgt, zu sehen sein. In diesem Jahr wurden so 45.000 qm Blühstreifen zur Förderung der Artenvielfalt und als Schutz-und Lebensraum für Insekten angelegt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.aggl-otzberg.de. Fragen an das AGGL-Team gerne unter Tel. 06162 94352-0.

Tags: AGGL