Umstädter Stadtgrünstrategie

Die Stadt Groß-Umstadt befasst sich aktuell mit der Weiterentwicklung des sogenannten Stadt- und Straßenbegleitgrüns, was in der Presse bereits ausführlich dargestellt worden ist. Aktuell wird ein konkretes Projekt umgesetzt, das die ENTEGA mit ihrer Stiftung NATURpur und dem Programms „Blühendes Südhessen“ kompetent unterstützt. Gerne nimmt die Stadt Groß-Umstadt die fachliche Begleitung, Analyse und Umsetzung in Anspruch - mit vielfältigem Nutzen für die Natur, den fachlichen Austausch und die Kommunikation mit der Bürgerschaft. So entstehen neue nachhaltige Pflanzkonzepte, und die Stadt kommt in den Genuss finanzieller Unterstützung.

Derzeit projektiert wird dank eines von der ENTEGA beauftragten Fachbüros für ´Planung + Gestaltung von naturnahem Grün´ die Umwandlung von zwei artenarmen Rasenflächen am Ziegelwaldkreisel in artenreiche, ausdauernde Wildblumenwiesen. Es handelt sich dabei um eine ca. 900 qm große Fläche im Straßendreieck Richer Straße/Breite Gasse und eine ca. 100 qm große Wiese diagonal gegenüber im Dreieck Richer Straße/Ziegelwaldweg.

Nach fein abgestimmter Bodenvorbereitung sind für die größere Fläche 2,7 kg „Blumenwiese“ vorgesehen, mit 80% Blumen und 20% Gräsern. Ergänzend werden Schulkinder eingeladen, Einzelportionen mit schnellblühenden Arten einzusäen wie Acker-Hundskamille, Kornblume, Acker-Rittersporn, Großblütige Strahlendolde oder Zottiger Klappertopf. Für diesen Standort stiftet das ENTEGA NATURpur Institut noch ein „Wildbienenhotel“ und eine Infotafel zum Projekt „Blühendes Südhessen“.

Die kleinere Fläche erhält eine Wiesenmischung, ergänzt um z.B. Acker-Ringelblume, Wiesen-Glockenblume, Frühlings-Schlüsselblume, u.v.m. Im Herbst 2021 folgen dann - gerne wieder mit Schulkindern - 2000 Zwiebeln und Knollen, z.B. Krokus, Traubenhyazinthe, Narzisse, Tulpe, etc.

Die Kosten halten sich sehr in Grenzen. Abzüglich des Förderanteils des ENTEGA NATURpur Instituts in Höhe von brutto 580,00 € ergibt sich für die Stadt ein Gesamtbetrag von ca. 600,00 €.

Die angesäten ausdauernden Wiesenarten benötigen mindestens ein Jahr zur Entwicklung und werden erst ab dem zweiten Jahr blühen -. müssen dann aber nur noch zweimal jährlich gemäht werden. Dass eine solche Neuanlage in der Anfangsphase nicht sehr attraktiv aussieht, nehmen die beteiligten Projektpartner gerne in Kauf, wohl wissend, dass es ein wenig Zeit braucht, bis „die Saat aufgeht“ und der beabsichtigte Nutzen und die „Augenweide“ sich einstellen.

Auf vergleichbare Weise wurden 2018/2019 das Rosengärtchen in Dorndiel und ein Teilstück an der Bleiche in Umstadt umgewandelt, das Ergebnis ist in diesem Sommer zu bewundern.