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Wenn das Gute zum Ärgernis wird

In Groß-Umstadt und den Stadtteilen gibt es zahlreiche Containerstandorte für Wertstoffe wie Glas, Weißblech und Altkleider. Eine Übersicht lässt sich schnell auf der Website der Stadt finden. Für die Textilsammlung gibt es einen neuen Betreiber (wir berichteten), das DRK. Neue Container in ansprechender Aufmachung und mit klaren Recycling- und Verwertungszielen machten Hoffnung auf die gute Sache.

Doch bislang ist das ganze „Geschäft“ geprägt von Ärgernissen, für die so ziemlich alle Beteiligten verantwortlich sind und - wie so oft - die Stadt herhalten muss, obwohl es gar nicht ihre Aufgabe ist.

Da sind zum einen die Menschen, die ihre Schränke leeren und „den erstbesten“ Container anfahren und - wenn dieser zufällig voll ist - einfach alles daneben hinwerfen und die Textilien bei Wind und Wetter liegen lassen. Bitte versuchen Sie es an einem anderen Standort, auch kann im schlimmsten Falle alles noch einmal eine Woche im Keller liegen … Geht es doch um Wert-Stoffe!

Die andere Seite sind der Betreiber und seine Partnerunternehmen, die offensichtlich mit der Kleiderflut derzeit nicht klar kommen. Der Abfuhrrhythmus ist offenbar nicht angemessen, vielleicht aber auch wegen Personalkapazitäten und Quarantäneauflagen gar nicht zu verändern …

Zum Dritten ist es zunehmend schwer, überhaupt Containerstandorte auszuweisen, denn viele Anwohner wollen sie zwar nutzen, nur bitte nicht vor der eigenen Haustür … ein unauflösbares Dilemma. Wer etwas haben will, sollte auch bereit sein, die Nebenwirkungen zu akzeptieren.

Und obwohl die Stadt mit diesem ganzen Recyclinggeschäft nichts zu tun hat, auch nicht davon profitiert, landen viele Beschwerden im Rathaus. Am Ende sind es steuerfinanzierte Bauhofmitarbeiter, die die Plätze zweimal wöchentlich zur Reinigung anfahren und alles teuer entsorgen müssen. Der abgebildete Standort im Kappesgärtenweg/Hinter der Burkhardtsmühle am Rewe-Markt befindet sich in dessen Eigentum, und wenn es nicht gelingt, dort einen geregelten Betrieb zu ermöglichen, kann es passieren, dass ein wichtiger Wertstoffsammelplatz verloren geht.