Kulturprogramm

M D M D F S S
 
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 
 
 

Prof. Dr. Friedrich Battenberg: Juden in Stadt und Amt Umstadt in älterer Zeit

Logo: 1700 Jahre jüdisches Leben in DeutschlandDie mindestens 1700-jährige Geschichte der Juden in Deutschland, die noch in römischer Zeit in den rheinischen Städten begonnen hatte, hat auch in Groß-Umstadt ihre Spuren hinterlassen. Hatten sie im 14. Jahrhundert seit ihrer Wiederansiedlung durch die Grafen von Hanau als sog. Judenbürger eine verhältnismäßig günstige Rechtsstellung und waren sie damals sogar in der Lage, dem Mainzer Kurfürsten mit großen Darlehen auszuhelfen, so waren sie wenige Jahrzehnte später nur noch als Schutzjuden gefragt, die mit Sondersteuern belegt wurden. Erst in der frühen Neuzeit scheint sich in der nun gemeinsam von den Landgrafen von Hessen und den Kurfürsten von der Pfalz verwalteten Herrschaft Umstadt eine jüdische Gemeinde gebildet zu haben, die sich seit der Emanzipationszeit rasch vergrößerte und sich bald auf die Kernstadt konzentrierte. Der Rechtshistoriker Prof. Dr. Friedrich Battenberg will in seinem Vortrag der Judengemeinde in Stadt und Amt Umstadt bis ins 19. Jahrhundert nachspüren, dabei aber die Gesamtentwicklung der jüdisch-christlichen Beziehungen im Ancien Régime, durch die auch die Umstädter Verhältnisse geprägt wurden, im Auge behalten.

Mittwoch, 03.11.2021, 19 Uhr
Rittersaal im Pfälzer Schloss

Eintritt frei. Freiticket erforderlich,
buchbar unter www.gross-umstadt.de

Veranstalter: Stadt Groß-Umstadt und Runder Tisch Jüdisches Leben in Groß-Umstadt