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Bürgermeister Joachim Ruppert liest vor

Gleich sechs externe Vorleserinnen und Vorleser hatte das Team vom „Haus der Kinder“ in diesem Jahr zum bundesweiten Vorlesetag am 15.11.2019 eingeladen. Neben Bürgermeister Joachim Ruppert lasen auch Andrea Möbius, Sieglinde Kleine, Carla Götze, Uwe-Jens Schablowski und Walter Wohnig jeweils einer begeisterten Kindergruppe vor.

Der Vorlesetag geht auf eine Initiative von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung zurück und fand in diesem Jahr bereits zum 16. Mal statt. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken. In der städtischen Kindertageseinrichtung „Haus der Kinder“, die als prämierter „Buchkindergarten“ dem Lesen und Vorlesen ohnehin in besonderer Weise verpflichtet ist, ging diese Rechnung erneut voll auf. Joachim Ruppert las aus dem neuen Buch des bekannten Kinderbuchautors Axel Scheffler „Die Schnetts und die Schmoos“ vor. Die Kinder hörten gebannt zu, scheuten sich jedoch auch nicht, Zwischenfragen zu stellen und von eigenen Erlebnissen zu berichten, so dass sich ein reges Gespräch über Freundschaften und Großeltern, die immer recht haben (oder auch nicht?), entspann. Auch die anderen Vorleser/innen waren begeistert vom Interesse und der Ausdauer der Kinder, wie auch Kinder und Erzieherinnen sehr angetan von den Lesequalitäten der Gäste waren.

Carla Götze, einer Mitarbeiterin der Stadtbücherei Groß Umstadt, kam dabei die besondere Ehre zu, die neu eingerichtete Bibliothek im Haus der Kinder einzuweihen. Nach umfangreichen Umbau- und Umräumaktionen steht den Kindern und Erzieherinnen nun ein Raum zur Verfügung, in dem nicht nur viele, viele Bücher, sondern auch ein ruhiges Plätzchen zum Vorlesen und für andere pädagogische Angebote rund ums Buch vorhanden sind.

 

Haus der Kinder als „Buchkindergarten“ ausgezeichnet

Eine besondere Auszeichnung konnten Petra Bambitsch und Sigrid Wanke, Erzieherinnen im „Haus der Kinder“, am 18.10.2019 auf der Frankfurter Buchmesse für ihre Kindertagesstätte entgegennehmen.

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels und der deutsche Bibliotheksverband zeichneten zum ersten Mal Kindergärten für besonderes Engagement in der frühkindlichen Leseförderung aus. 820 Einrichtungen hatten sich um das Gütesiegel „Buchkindergarten“ beworben, 208 davon hatte die Jury für die Auszeichnung ausgewählt. Das Gütesiegel „Buchkindergarten“ honoriert Betreuungseinrichtungen, in denen frühe kindliche Erfahrungen rund ums Erzählen, Reimen und Lesen ein Schwerpunkt des pädagogischen Konzepts sind. Buchkindergärten legen Wert auf regelmäßiges Vorlesen, einen vielseitigen Umgang mit Büchern, eine altersgerechte Medienbildung und bringen Kinder mit Leseorten wie Buchhandlungen oder Bibliotheken in Kontakt. Das Haus der Kinder konnte die Jury unter anderem mit einer reichausgestatteten Kinderbibliothek, Theaterprojekten, Kamishibai Vorführungen und einer tiefen Verwurzelung des Vorlesens im Kindergartenalltag überzeugen.

Schirmherr des Gütesiegels Buchkindergarten ist der Kinderbuchautor und Illustrator Paul Maar, der bei der feierlichen Verleihung der Auszeichnungen einige launige Gedichte vortrug. Anschließend betonte die bekannte Kinderbuchautorin Kirsten Boje die Bedeutung frühkindlicher Leseförderung für den Schulfolg der Kinder und Ihre späteren Möglichkeiten zur Teilhabe an der Gesellschaft. Sie forderte vehement eine größere Wertschätzung der pädagogischen Arbeit in Kindertagesstätten und mehr Geld für frühkindliche Bildung. 149 der 208 ausgezeichneten Kindergärten von der Ostsee bis zum Bodensee waren zur Frankfurter Buchmesse angereist und bekamen die Auszeichnung dort direkt überreicht.

 

Lichterfest auf dem Gruberhof

Ein stimmungsvolles Lichterfest feierten die Familien und Erzieherinnen aus dem „Haus der Kinder“ am 06. November. Morgens begann der Tag mit einem festlichen Singen im Flur der Betreuungseinrichtung. Mit Trompetenbegleitung durch Opa Willi (Seibert) wurden die Laternenlieder für den abendlichen Umzug ein letztes Mal geübt. Anschließend versammelten sich die Kinder zu einem gemeinsamen Frühstück in ihren jeweiligen Gruppen. In Erinnerung an St. Martin wurde dabei ein lecker Hefezopf miteinander geteilt. Es wurden lebhafte Gespräche zum Thema „Teilen“ geführt. „Was können wir miteinander teilen?“ und „Warum ist es gut, miteinander zu teilen?“ Zu diesen Fragen brachten die Kinder viele Ideen ein.

Abends trafen sich Familien und Erzieherinnen am Spielplatz in den tiefen Wiesen bzw. an der Stadthalle, um von dort aus mit Laternen und Gesang gemeinsam zum Gruberhof zu laufen. Die Laternen hatten die Kinder in den letzten Wochen zusammen mit ihren Eltern selbst gebastelt. An 4 angebotenen Terminen konnten die Eltern in die Kita kommen und dort mit ihrem Kind eines der vorgeschlagenen Laternenmodelle nachbasteln. Die Erzieherinnen standen ihnen hierbei mit Rat und Tat zur Seite. Die gemeinsamen Werke wurden beim Laternenumzug voller Stolz präsentiert. Als beide Gruppen im festlich beleuchteten Gruberhof angekommen waren, begann das vom „Haus der Kinder“-Team vorbereitete Theaterstück von der kleinen Fee, die sich nicht traute, in die Dunkelheit hinauszugehen, um sich den Laternenumzug anzuschauen. Nacheinander kamen Trauben-, Blumen-, Wald-, Reise-, Rechen- und andere Feen und versuchten, ihr die Angst vor dem Verirren in der Dunkelheit zu nehmen. Erst in einer gemeinsamen Aktion gelang es ihnen: Sie stellten Laternen als Lichter auf, um den Weg durch den dunklen Wald zu beleuchten. So konnte auch die ängstliche kleine Fee am Laternenumzug teilnehmen. Die Kinder hatten großen Spaß an der Geschichte und daran, ihre vertrauten Erzieherinnen in ganz neuen Rollen wiederzuentdecken. Bei Glühwein, Kinderpunsch und Kartoffelsuppe klang schließlich ein schöner und aufregender Tag aus.

 

Kürbis schnitzen im Supermarkt

Acht zukünftige Schulkinder aus dem „Haus der Kinder“ machten sich am Dienstag, 22.10.2019, auf den Weg in einen ortsansässigen Supermarkt, um dort einen gewöhnlichen Kürbis in einen Halloween-Leuchtkürbis zu verwandeln.

Auf dem Weg dorthin bestaunten die Kinder schon unterschiedliche Kürbisse, die sie vor den Türen entdeckten, besprachen, was man aus ihnen alles machen könne und was ihre Vorlieben seien, etwa Kürbissuppe und Kürbiskuchen.

Im Geschäft angekommen, bekam jedes Kind vom stellvertretenden Marktleiter einen Kürbis, um ihn individuell zu bearbeiten. Mit Eifer wurde ausgehöhlt, gezeichnet und gesägt, und am Ende waren sich alle einig, dass jeder Halloween-Kürbis ein einzigartiges Kunstwerk geworden war. Die Freude war dann auch sehr groß, als die Kinder erfuhren, dass sie ihr Werkstück mit nach Hause nehmen durften. Dafür und für die freudige, tatkräftige und geduldige Begleitung sei Herrn Fisch von der Marktleitung herzlich gedankt.

 

Zukünftige Schulkinder verabschiedet

„Raus aus dem Kindergarten, rein in die Schule!“ hieß es am 26.06. für 23 zukünftige Schulkinder im Haus der Kinder. Beim traditionellen Rauswurf wurden sie von den Erzieherinnen mit Schwung aus dem Kindergarten hinausbefördert, um sich dann allerdings durchs Hintertürchen wieder hineinzuschleichen, denn ganz zu Ende ist die Kindergartenzeit dann doch noch nicht. Das feierliche Ritual war Bestandteil eines langen und immer wieder aufgegriffenen Abschiednehmens, das es den Kindern erleichtern soll, bewusst und positiv in ihr Leben als Schulkind zu starten.

Nachmittags wurde der Abschied mit den Kindern und ihren Familien im Kindergarten gefeiert. Das Fest stand unter dem Motto „Olympiade“, anlehnt an das Jahresprojekt „Mein Körper bewegt sich von Kopf bis Fuß“. Wegen der großen Hitze war man nicht, wie von den Kindern gewünscht und geplant, ins Sportstadion gegangen. Dennoch kamen Sport und Spiel nicht zu kurz. Nach dem feierlichen Einzug der Athleten und der Eröffnung der Olympiade konnten Kinder und Eltern sich an 5 sportlichen Stationen miteinander messen. Beim Weit- und Zielwurf, dem Schnell- und Hindernislauf, sowie dem Weitsprung auf eine rutschende Matte wuchs so mancher großer und kleiner Athlet über sich hinaus.

Als alle Kinder ihre Stempelkarte vollständig ausgefüllt vorweisen konnten, wurden die Schulkind-Medaillen feierlich übergeben. Außerdem bekam jedes Kind ein Geschenk und seinen gut gefüllten Bildungsordner als Erinnerung an die Kindergartenzeit überreicht.

 

Bühne frei …

Zum wiederholten Male öffnete sich in der Kindertagesstätte „Haus der Kinder“ der Theatervorhang. Elf begeisterte Kinder präsentierten für die Kinder der Einrichtung und ihre Eltern das Märchen „Schneewittchen und die 7 Zwerge“, frei nach der Vorlage der Brüder Grimm.

Vorangegangen waren viele Wochen der Vorbereitung. Zunächst galt es, den Sprechtext zu erarbeiten, die Rollen zu finden und zu verteilen. Einige Kinder wussten sofort, wen sie spielen wollten, bei anderen Rollen gab es Diskussionsbedarf. Beste Gelegenheit, sprachliche und soziale Kompetenzen zu üben und die richtige Figur fürs Theaterspiel zu finden. Dann standen das Malen der Kulisse, das Vorbereiten und Organisieren von Requisiten und Kostümen auf dem Programm.

Der Bewegungsraum war zur Theaterbühne umfunktioniert worden, und schon während der ersten Proben kamen immer wieder Kinder der unterschiedlichen Gruppen zum Zuschauen vorbei. So entwickelte sich ein aufwändiges und komplexes Projekt, bis es zur feierlichen Aufführung kam. Viele Eltern hatten sich am Freitagvormittag extra Zeit zum Zuschauen genommen, sie und die anderen Kita-Kinder spendeten großen Applaus und wie aus einem Munde erscholl „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“ ENDE.

 

Leergut-Spendenaktion

Wenn Kunden des Einzelhandels ihren Leergut-Bon in die Spendenbox „für einen guten Zweck“ werfen und auf die Verrechnung bzw. Auszahlung verzichten, wissen sie noch nicht, wem die Spende zugutekommt.

Bei EDEKA Richter in Groß-Umstadt waren in der letzten Zeit stolze 380,00 € zusammengekommen, die nun den Kindern und Erzieherinnen vom „Haus der Kinder“ überreicht werden konnten. Stellvertretend für die ganze Kindertageseinrichtung machte sich eine Delegation auf den Weg, um das Geld entgegenzunehmen. Die Gruppe zeigte sich sehr angetan von der Spende, die durch viele kleine Beträge zusammengekommen war. Es wird nun ausgegeben für einen Bollerwagen und Musikinstrumente, womit die tägliche Arbeit und die Materialausstattung aufgebessert werden können. Ein großes Dankeschön galt allen unbekannten Spendern und den MitarbeiterInnen des Marktes, die die Gruppe für den Rückweg mit frischem Obst versorgte.

 

Keine Angst vorm Zahnarzt

Zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege arbeiteten die Erzieherinnen aus dem „Haus der Kinder“ viele Jahre mit der Zahnärztin Frau Burbach und dem Praxisteam zusammen.

Bei regelmäßigen Besuchen in der Praxis und Gegenbesuchen in der städtischen Betreuungseinrichtung begleitete Frau Burbach die pädagogische Arbeit der Erzieherinnen in Sachen Zahnpflege und zahngesunde Ernährung. Auch hier hat sich gezeigt, dass man vor nichts Angst haben muss, wenn man die Menschen und die Abläufe kennt. Viele schöne Momente prägten das vertrauliche Miteinander. Zum Abschluss dieser Kooperation bedankten sich die Kinder und die Erzieherinnen vom „Haus der Kinder“ sehr herzlich und überreichten neben zahlreichen Bildern auch ein kleines Dankeschön-Präsent.

 

Kinder bestaunen „Streichholzwelt“

Eine Kleingruppe von Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren aus der Kindertagesstätte „Haus der Kinder“ hatte sich vor zwei Wochen auf den Weg zur Säulenhalle gemacht, um die Ausstellung „Streichholzwelt“ anzuschauen.

Der Künstler und Modellbauer, Franz Gruber, begrüßte die Gruppe außerhalb der üblichen Öffnungszeiten ausgesprochen freundlich und nahm sich sehr viel Zeit, um die Kinder zu begleiten und ihre vielen Fragen kindgerecht zu beantworten. Mit staunenden Augen gingen die Kinder mit dem Künstler von Bauwerk zu Bauwerk, vor allem die Nachbildung des Fußballstadions weckte großes Interesse und Neugier: Warum stehen an dem Kunstwerk keine Bäume, so wie es auf der Vorlage zu sehen ist? Wieso sind an dem Stadion Eingänge? Wieso stehen am Fußballstadion Fahnen? Wo kommen die Spieler heraus und wo gehen sie rein?

So verstrich ein erlebnisreicher Vormittag für viele viel zu schnell, und die Kindergruppe war sich einig, dass sich der Ausflug in die Säulenhalle wirklich gelohnt hatte.