HdK Projekte & Aktionen

Frischer Wind im „Haus der Kinder“

Seit dem 06.07. herrscht nun endlich wieder Regelbetrieb, wenn auch unter Pandemiebedingungen. Alle Kinder können das „Haus der Kinder“ wieder jeden Tag zu den gewohnten Öffnungszeiten besuchen.

In fast allen Gruppenräumen befindet sich ein neuer und individueller Einbauschrank unter den Treppen. Es wurde renoviert, geräumt und umgestellt. Ein zweiter Kreativraum wurde eingerichtet und das bisherige Atelier in eine Werkstatt umfunktioniert. Hier können die Kinder nun mit echtem Werkzeug und echtem Baumaterial ihrem Schaffensdrang nachgehen.

Am besten gefällt den Kindern der neue Spiel- und Kletterturm im Begegnungs- und Bewegungsflur. Dem Elternbeirat und ganz besonders Frau Spallek sei gedankt, dass sie sich mit Rat und Tat für dieses Projekt eingesetzt und es noch finanziell ermöglicht haben, den Spielturm um ein sogenanntes „Katzenbad“ zu erweitern.

Anna, Emma, Sophy und Patrizia lieben besonders den „Katzenplatz“, der zum Turm gehört.

Die Kinder können barfuß ihre Sinne schärfen, klettern, balancieren und neue fantasievolle Spiele entwickeln. Hier kann sich nun der wilde Dino in seiner Höhle verstecken, Rapunzel ihre Haare vom Turm herunterlassen, ... Während die älteren Kinder sofort ins Rollenspiel finden, sind die jüngeren mit vollem Körpereinsatz damit beschäftigt, die einzelnen Stufen zu erklimmen und das gesamte Bauwerk zu erkunden.

Da die Gruppen sich im Haus noch nicht wieder mischen dürfen, kann an jedem Wochentag eine andere Gruppe den Turm nutzen und so manches Kind fragt jetzt gleich am Morgen beim Ankommen: „Haben wir heute den Turm?“

 

Ende der Kindergartenzeit

Die Familie ist der erste und wichtigste Bildungsort für Kinder. Mit Eintritt in die Kindertagesstätte erleben die Kinder und ihre Eltern einen weiteren Bildungspartner.

Eine solche „Bildungspartnerschaft“ braucht viel Vertrauen von beiden Seiten und genug Zeit, um sich entwickeln zu können. Für neun zukünftige Schulkinder und ihre Familien war es nun wieder soweit, den „vertrauten Rahmen“ zu verlassen, um neue Wege zu gehen. Am Vormittag wurden die Kinder wieder nach einer Tradition des „Hauses der Kinder“ aus dem Kindergarten geworfen. Mit einem von allen Kindern und Erzieherinnen begleiteten Spruch: „Raus aus dem Kindergarten - rein in die Schule“ wurden die zukünftigen Erstklässler mit Schwung auf eine weiche Turnmatte geworfen.

Am Abend war dann jeweils ein Elternteil zur Abschlussfeier im Außengelände eingeladen, wo die Kinder einen Robotertanz aufführten. Jedes Kind hatte noch die Möglichkeit, die Eltern durch eine von den Kindern vorbereitete Ausstellung zu führen, bei der die Eltern bestaunen konnten, was die Kinder in ihrer Projektgruppe erarbeitet hatten. Das gesamte Team vom „Haus der Kinder“ wünscht den zukünftigen Erstklässlern und ihren Eltern einen guten und fröhlichen Schulstart. Die Kita-Zeit wird allen unvergessen bleiben.

 

Bunte Papageien schmücken „Haus der Kinder“

Täglich dürfen sich die Erzieherinnen vom „Haus der Kinder“ über neue Briefe und Bilder von „ihren“ Kindern freuen - Rückmeldungen auf eine Initiative, die auch in der Coronazeit den Kontakt mit den Familien aufrecht hält.

Sie schreiben den Kindern nämlich regelmäßig Briefe, die Geschichten, Rätsel und auch mal ein Lied enthalten. Besonders gut ist bei den Kindern die Geschichte vom Piratenpapagei „Paparatzi“ angekommen, die seitdem immer weitergeführt wird. Viele Kinder haben inzwischen selbstgestaltete „Paparatzi“-Bilder und Figuren zum Kindergarten gebracht, so dass die große Eingangstür der Einrichtung inzwischen fast völlig bedeckt ist. Davon angespornt, haben sich die Erzieherinnen bereits die nächste „Paparatzi“-Geschichte mit einer Mitmachaktion ausgedacht und auf den Weg zu den Kindern gebracht. So bleibt die Verbindung trotz der erzwungenen Distanz bestehen!

 

Bücher und Spiele

Die Kita-Schließzeit geht in die 7. Woche. Trotzdem möchten die Erzieherinnen aus dem „Haus der Kinder“ gerne für die Kinder und deren Eltern da sein, wenn auch auf ungewohnte Weise.

Seit Montag, 27.04.2020, bietet die Einrichtung einen Ausleihservice für Kinderbücher an. Brauchen die Kinder neuen Lese- bzw. Vorlesestoff? Die hauseigene Kinderbücherei verfügt über eine große Auswahl, und wer vormittags zwischen 09:00 und 12:00 Uhr anruft und seine Wünsche mitteilt, bekommt eine Büchertasche gepackt. Die Bestellung und Terminvereinbarung zum Abholen geht natürlich auch per EMail.

Das gleiche Angebot und Verfahren gilt auch für die vielen Spiele aus der Spielothek. Allerdings sind zurzeit viele noch unterwegs, es wäre im Interesse aller, wenn die vor der Schließzeit bereits ausgeliehen Spiele wieder zurückgegeben würden, damit sie weitergegeben werden können. Selbstverständlich werden bei der Materialausleihe die notwendigen Infektionsschutzbestimmungen beachtet.

 

Kontakt vermeiden und Kontakt halten - Wie geht das?

In der Interaktion zwischen Kindern und ihren Erzieherinnen läuft alles über Kontakt. Kinder brauchen Nähe und Zuwendung. Aber wie geht das in einer Zeit, in der Nähe und Kontakt unterbunden werden?

Briefe wurden verschickt und die Post der Kinder wurde an die Tür gehängt und so gewürdigt. Auch kleine Bastelarbeiten finden hier ihren Platz. Am Zaun der Einrichtung findet sich auch die „Corona-Zeit-Schlange“ aus bunt bemalten Steinen, die immer mehr werden und so symbolisch die Zeit des Wartens verkürzt. Immer wieder kommen Kinder an den Zaun, diesmal Sophy, die einen Stein hinlegt und den Erzieherinnen zuruft, dass sie sie vermisst. Zwei Erzieherinnen, die gerade eine weitere Aktion für die Kinder vorbereiten, antworten ihr zwar auf räumliche Distanz, aber dennoch vertraut. Plötzlich ist da wieder Nähe - emotional … Am Baum vor dem „Haus der Kinder“ baumeln im Frühlingswind die Namen aller Kinder, farbig nach Projektgruppen aufgeteilt. Hier können Kinder auf einem Spaziergang mit ihren Eltern ihren Namen suchen und wissen so: Die Erzieherinnen denken an mich und meine Freunde … Kontakt halten - trotz Kontaktverbots!

 

Osterhasenbesuch im „Haus der Kinder“

Trotz Corona-Schließzeit gab es für alle Kinder der Groß-Umstädter Betreuungseinrichtungen „Haus der Kinder“ und „Waldkindergarten“ eine kleine Osterüberraschung. Die konnten sich die Kinder am Gründonnerstag in der Willy-Brandt-Anlage abholen. 107 kleine Ostertüten hatten die Erzieherinnen im Auftrag des Osterhasen liebevoll gepackt und an den Zaun gehängt.

 

Viel zu tun, auch in der Corona-Schließzeit!

Seit dem 16.03.2020 sind die Kindertagesstätten in ganz Hessen und natürlich auch in Groß-Umstadt geschlossen. Da stellt sich verständlicher Weise für manchen die Frage: „Was machen jetzt eigentlich die Erzieher und Erzieherinnen?“

Im „Haus der Kinder“ geht es in diesen Tagen äußerst geschäftig zu. Neben der Notbetreuung für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten und die keine andere Betreuungsmöglichkeit haben, wird an allen Ecken geputzt, auf- und umgeräumt, um- und aussortiert, repariert und neu gestaltet. Während des Kindergartenalltags sind viele Arbeiten liegen geblieben, die jetzt erledigt werden.

Wichtig ist es den Erzieherinnen auch, Kontakt zu „ihren“ Kindern und deren Familien zu halten. Den Zaun der Kita zieren zwei große Transparente mit dem Regenbogen, der zurzeit auch in vielen Kinderzimmerfenstern hängt. Kinder malen dieses Symbol, um anderen zu zeigen: „Hier wohnen auch Kinder, die gerade nicht in die Schule oder Kita gehen und mit ihren Freunden spielen können. Und zusammen glauben wir daran, dass alles wieder gut wird!“

Vom Zaun aus schlängelt sich außerdem eine „Corona-Zeit-Schlange“ aus bemalten Steinen in Richtung des Kita Eingangs. Lotta und Greta haben sie begonnen und nun können alle Kita Kinder zu Hause Steine bemalen und diese mit ihren Eltern an die Schlange anlegen. Die Schlange symbolisiert die Länge der Kita Schließzeit und alle hoffen, dass sie trotz reger Beteiligung nicht zu lang wird.

In der Osterwoche darf sich jedes „Haus der Kinder“-Kind über einen Brief vom Kindergarten freuen, mit lieben Grüßen von den Erzieherinnen, sowie Spiel und Bastelvorschlägen. Eine kleine Osterüberraschung wird dann auch zum Abholen am Zaun hängen.

 

„Guck mal was da wächst!“

Ungewöhnlichen Besuch erhielt Bengt Reichhard, der Gärtner der Solidarischen Landwirtschaft Groß-Umstadt am 10.03. auf dem Gemüsefeld vor den Toren des Stadtteils Richen. Im Rahmen des Hausprojektes „Großes Blatt - Kleiner Schnipsel“ hatten sich 18 Kinder aus der Blauen Gruppe (4-5 jährige) mit ihren Erzieherinnen auf den Weg gemacht, um herauszufinden, ob auf dem Feld bereits etwas wächst.

Insbesondere waren sie natürlich auf der Suche nach Blättern jeglicher Art. In der ersten Projektphase im Februar hatte sich die Gruppe intensiv mit dem Thema „Papier“ beschäftigt und sich mit jeder Menge Papierschnipsel kreativ „ausgetobt“. Das Maskottchen der Blauen Gruppe, die Marionette „Peter Blattschnipsel“, hatte den Kindern für die 2. Projektphase den Tipp gegeben, auch mal außerhalb des Kindergartens nach Blättern zu suchen. Nach einem Besuch in der Küche der Kita kam das Thema „Salatblatt“ auf und so entstand die Idee zu dem Besuch bei der Solawi.

Dort gab es für die Kinder eine Menge zu entdecken: alte Kohlblätter, Rosenkohlstrünke, beim Ernten vergessene Möhren, Schwarzwurzeln und rote Beete und natürlich jede Menge Regenwürmer. Das Gemüse wurde begeistert eingesammelt und am nächsten Tag in der Kita zu einer schmackhaften Suppe verkocht. Die gesuchten Salatblätter entdeckten die Kinder schließlich im Foliengewächshaus. Neben Salatköpfen wachsen dort auch bereits Kohlrabi, Radieschen und Salatrauke. Davon durfte jedes Kind ein Blättchen probieren. „Bitter“, „nussig“ oder auch „scharf“ lautete das Geschmacksurteil, die meisten fanden die kleinen Blätter jedoch „einfach lecker!“.

Beim Abschied wurde bereits der nächste Besuch vereinbart. Schließlich sind die Kinder schon sehr gespannt, wie die kleinen Blättchen der Salatrauke in groß aussehen, und was in einigen Wochen sonst noch alles auf dem Feld wächst!

 

Regenwurmforscher im „Haus der Kinder“

Jede Menge neue Mitbewohner gibt es in der Gruppe 2 im Haus der Kinder. Nachdem die Kinder im Garten Regenwürmer entdeckt hatten und diese gerne behalten wollten, wurde ihnen in einem alten Aquarium ein neues Zuhause gebaut. Die Kinder haben verschiedene Erden und Sand gesammelt, in denen die Würmer sich wohlfühlen sollen. Seit nun fast fünf Wochen kümmern sich die Kinder täglich um die Tiere, halten die Erde feucht, füttern sie mit frischem Gras und eingepflanzter Kresse. Offenbar fühlen sie sich bei den Kindern richtig wohl, so dass sie bereits für Nachwuchs gesorgt haben. In der Regenwurmresidenz tummeln sich nun auch viele frisch geschlüpfte Baby-Würmer. Das Interesse der Kinder ist so groß, dass sie ihnen auch in den nächsten Wochen beim Wachsen zusehen möchten.

 

Wir machen Musik!

Das wöchentliche „Singen im Flur“ jeweils donnerstags ist ein fester Bestandteil im „Haus der Kinder“. Dabei werden die Lieder der Kinder auf der Gitarre begleitet. Doch hört man die Kinder nicht nur regelmäßig singen, sondern auch fleißig musizieren. So brachte vor einiger Zeit eine Erzieherin des Hauses ihr Tenorhorn mit in die Kita und stellte den Kindern auf spielerische Weise dieses Instrument vor. Die Kinder durften es halten und tragen, oben in den Trichter hineinrufen und es trauten sich alle, in das Tenorhorn hineinzublasen.

Auch hört man in der Kita immer mal wieder Töne von einer Querflöte. Diese „Zauberflöte“ spielt zu Geburtstagen in einer Gruppe dem Geburtstagskind ein ganz bestimmtes Lied vor.

Zu regelmäßigen musikalischen Früherziehungsstunden treffen sich an einem Tag in der Woche bis zu 12 Kinder im Bewegungsraum der Kita, um zu singen, zu tanzen und mit dem Orff-Instrumentarium zu musizieren. Dabei stehen der Spaß und die Freude am Musizieren an erster Stelle. Spielerisch lernen die Kinder den Umgang z.B. mit den Klanghölzern, den Trommeln, den Klangbausteinen oder dem Xylophon. Oft mit dabei sind in diesen Musikstunden der Löwe Leopold, das Murmeltier, welches die Kinder mit Murmeln begrüßt oder der Igel Schnuffi.

Im „Haus der Kinder“ ertönt also immer wieder aus den unterschiedlichsten Ecken Musik. Da wird im Hof gesungen, Gitarrenmusik erklingt aus einer Gruppe und beim Wickeln im Bad hört man sanftes Summen.

 

Haus der Kinder wird 20

Freitag, 07.02.2020, 10:30 Uhr: Alle Kinder kommen von Spielen bei Sonnenschein rein, Jacken, Stiefel, Schals finden ihren angestammten Platz an der Kindergarderobe, im Hintergrund wartet schon eine Gitarre, vier thronartige Stühle mit bunten Tüchern stehen daneben, davor ein flacher Tisch mit Kuchen und Geschenkekiste. Decken zum Hinsetzen liegen auf dem Boden und großes Gewusel ist in erstaunlich kurzer Zeit vorbei, denn Josephine, die Handpuppe beginnt zu sprechen. Natürlich wissen die Kinder was los ist, zudem ist Besuch aus dem Rathaus im Raum, u.a. der Fotograf, der so ganz nebenbei von einem aufgeweckten Jungen gefragt wird: „Bist du der Neue?“

Josephine also leitet die interne Geburtstagsparty ein, und die Kinder rechnen mit ihr gemeinsam schnell aus, wie oft man die starke 5 (also eine Hand voll Finger) braucht, um zu ermessen, wie lange es die Betreuungseinrichtung schon gibt. Dann singen alle den Klassiker „Happy Birthday …“ und nachdem alle 20 Geburtstagskerzen auf der großen Torte brennen, erschallt es aus allen Kinder Munde „Ein Hoch zum Geburtstag“.

Zum Gratulieren waren eigens gekommen Inge Köttner (2.v.r.), die Fachberaterin und Fachaufsicht der städtischen Kitas sowie die Mitarbeiterin Samira Schmieh (re.), beide mit herzlichen Grüßen und einem Blumenstrauß. Direkt danach werden Geschenke ausgetauscht, eine Grußkarte der früheren Leiterin Angela Schmidt verlesen, das Leiterinnenteam und die Köchin sowie jede Gruppe bekommt noch ein selbstgebasteltes Diorama (Guckkasten) mit einem typischen, selbstgebastelten Kita-Motiv.

Dann geht’s ab in die Gruppenräume, wo die zahlreichen Schokoküsse endlich ausgepackt und verspeist werden dürfen. Im Mai wird es noch eine offizielle Feier im Freien geben, diesen Termin sollte man sich auf jeden Fall schon mal merken. Alles Gute dem „Haus der Kinder“.

 

Bücherraben spenden für Sofa

Als die Vorstandsmitglieder des Vereins Bücherraben e.V. Frau Sabrina Hoffmann (li.) und Frau Christina Friedl (2.v.l.) am Di., 17.12.2019, in die Kita „Haus der Kinder“ kamen, fanden sie sich freundlichst aufgenommen und umringt von allen Kinder der Einrichtung, die sehr wohl wussten: Nun passiert etwas Besonderes, die Besucherinnen bringen etwas mit, nämlich eine Spende in Höhe von 408,00 €.

Das passte natürlich bestens in die Vorweihnachtsstimmung und die Begrüßung fiel mit dem Lied „Hallo guten Tag“ auch ausgesprochen sympathisch aus. Es folgte, angekündigt von Josefine, der Sprachhandpuppe, und unter Gitarrenbegleitung „Dicke rote Kerze“. Dann ergriff Nicole Liebeskind (2.v.r.) vom Leiterinnenteam das Wort, stellt die Besucherinnen, darunter auch die Fachberaterin Inge Köttner (re.) vor und erläuterte, dass das Geld für ein Sofa gespendet werde - einfach so. Das Sofa wird dringend benötigt in der kita-eigenen Bücherei, in der tolle Kinderbücher aber noch keine Sitzgelegenheit für die Leserinnen und Leser steht. Und was passt besser, als wenn „Bücherraben“ ein Sofa für eine Bücherei spendieren …

Mit dem Lied „In der Weihnachtsbäckerei“ bedankten sich die Kinder für das vorweihnachtliche Geschenk und verabschiedeten sich mit dem kurzen Jingle „Weihnachtssuppe“ zum Frühstück in ihre Gruppenräume. Die Stadt und insbesondere die Einrichtung sagen ganz herzlich Danke, die Spenderinnen selbst hatten große Freude am Schenken und würden sich freuen, wenn sich für ihren so erfolgreichen Verein noch MitstreiterInnen finden würden. Mehr: http://www.buecherraben.de.

 

Bürgermeister Joachim Ruppert liest vor

Gleich sechs externe Vorleserinnen und Vorleser hatte das Team vom „Haus der Kinder“ in diesem Jahr zum bundesweiten Vorlesetag am 15.11.2019 eingeladen. Neben Bürgermeister Joachim Ruppert lasen auch Andrea Möbius, Sieglinde Kleine, Carla Götze, Uwe-Jens Schablowski und Walter Wohnig jeweils einer begeisterten Kindergruppe vor.

Der Vorlesetag geht auf eine Initiative von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung zurück und fand in diesem Jahr bereits zum 16. Mal statt. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken. In der städtischen Kindertageseinrichtung „Haus der Kinder“, die als prämierter „Buchkindergarten“ dem Lesen und Vorlesen ohnehin in besonderer Weise verpflichtet ist, ging diese Rechnung erneut voll auf. Joachim Ruppert las aus dem neuen Buch des bekannten Kinderbuchautors Axel Scheffler „Die Schnetts und die Schmoos“ vor. Die Kinder hörten gebannt zu, scheuten sich jedoch auch nicht, Zwischenfragen zu stellen und von eigenen Erlebnissen zu berichten, so dass sich ein reges Gespräch über Freundschaften und Großeltern, die immer recht haben (oder auch nicht?), entspann. Auch die anderen Vorleser/innen waren begeistert vom Interesse und der Ausdauer der Kinder, wie auch Kinder und Erzieherinnen sehr angetan von den Lesequalitäten der Gäste waren.

Carla Götze, einer Mitarbeiterin der Stadtbücherei Groß Umstadt, kam dabei die besondere Ehre zu, die neu eingerichtete Bibliothek im Haus der Kinder einzuweihen. Nach umfangreichen Umbau- und Umräumaktionen steht den Kindern und Erzieherinnen nun ein Raum zur Verfügung, in dem nicht nur viele, viele Bücher, sondern auch ein ruhiges Plätzchen zum Vorlesen und für andere pädagogische Angebote rund ums Buch vorhanden sind.

 

Haus der Kinder als „Buchkindergarten“ ausgezeichnet

Eine besondere Auszeichnung konnten Petra Bambitsch und Sigrid Wanke, Erzieherinnen im „Haus der Kinder“, am 18.10.2019 auf der Frankfurter Buchmesse für ihre Kindertagesstätte entgegennehmen.

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels und der deutsche Bibliotheksverband zeichneten zum ersten Mal Kindergärten für besonderes Engagement in der frühkindlichen Leseförderung aus. 820 Einrichtungen hatten sich um das Gütesiegel „Buchkindergarten“ beworben, 208 davon hatte die Jury für die Auszeichnung ausgewählt. Das Gütesiegel „Buchkindergarten“ honoriert Betreuungseinrichtungen, in denen frühe kindliche Erfahrungen rund ums Erzählen, Reimen und Lesen ein Schwerpunkt des pädagogischen Konzepts sind. Buchkindergärten legen Wert auf regelmäßiges Vorlesen, einen vielseitigen Umgang mit Büchern, eine altersgerechte Medienbildung und bringen Kinder mit Leseorten wie Buchhandlungen oder Bibliotheken in Kontakt. Das Haus der Kinder konnte die Jury unter anderem mit einer reichausgestatteten Kinderbibliothek, Theaterprojekten, Kamishibai Vorführungen und einer tiefen Verwurzelung des Vorlesens im Kindergartenalltag überzeugen.

Schirmherr des Gütesiegels Buchkindergarten ist der Kinderbuchautor und Illustrator Paul Maar, der bei der feierlichen Verleihung der Auszeichnungen einige launige Gedichte vortrug. Anschließend betonte die bekannte Kinderbuchautorin Kirsten Boje die Bedeutung frühkindlicher Leseförderung für den Schulfolg der Kinder und Ihre späteren Möglichkeiten zur Teilhabe an der Gesellschaft. Sie forderte vehement eine größere Wertschätzung der pädagogischen Arbeit in Kindertagesstätten und mehr Geld für frühkindliche Bildung. 149 der 208 ausgezeichneten Kindergärten von der Ostsee bis zum Bodensee waren zur Frankfurter Buchmesse angereist und bekamen die Auszeichnung dort direkt überreicht.

 

Lichterfest auf dem Gruberhof

Ein stimmungsvolles Lichterfest feierten die Familien und Erzieherinnen aus dem „Haus der Kinder“ am 06. November. Morgens begann der Tag mit einem festlichen Singen im Flur der Betreuungseinrichtung. Mit Trompetenbegleitung durch Opa Willi (Seibert) wurden die Laternenlieder für den abendlichen Umzug ein letztes Mal geübt. Anschließend versammelten sich die Kinder zu einem gemeinsamen Frühstück in ihren jeweiligen Gruppen. In Erinnerung an St. Martin wurde dabei ein lecker Hefezopf miteinander geteilt. Es wurden lebhafte Gespräche zum Thema „Teilen“ geführt. „Was können wir miteinander teilen?“ und „Warum ist es gut, miteinander zu teilen?“ Zu diesen Fragen brachten die Kinder viele Ideen ein.

Abends trafen sich Familien und Erzieherinnen am Spielplatz in den tiefen Wiesen bzw. an der Stadthalle, um von dort aus mit Laternen und Gesang gemeinsam zum Gruberhof zu laufen. Die Laternen hatten die Kinder in den letzten Wochen zusammen mit ihren Eltern selbst gebastelt. An 4 angebotenen Terminen konnten die Eltern in die Kita kommen und dort mit ihrem Kind eines der vorgeschlagenen Laternenmodelle nachbasteln. Die Erzieherinnen standen ihnen hierbei mit Rat und Tat zur Seite. Die gemeinsamen Werke wurden beim Laternenumzug voller Stolz präsentiert. Als beide Gruppen im festlich beleuchteten Gruberhof angekommen waren, begann das vom „Haus der Kinder“-Team vorbereitete Theaterstück von der kleinen Fee, die sich nicht traute, in die Dunkelheit hinauszugehen, um sich den Laternenumzug anzuschauen. Nacheinander kamen Trauben-, Blumen-, Wald-, Reise-, Rechen- und andere Feen und versuchten, ihr die Angst vor dem Verirren in der Dunkelheit zu nehmen. Erst in einer gemeinsamen Aktion gelang es ihnen: Sie stellten Laternen als Lichter auf, um den Weg durch den dunklen Wald zu beleuchten. So konnte auch die ängstliche kleine Fee am Laternenumzug teilnehmen. Die Kinder hatten großen Spaß an der Geschichte und daran, ihre vertrauten Erzieherinnen in ganz neuen Rollen wiederzuentdecken. Bei Glühwein, Kinderpunsch und Kartoffelsuppe klang schließlich ein schöner und aufregender Tag aus.

 

Kürbis schnitzen im Supermarkt

Acht zukünftige Schulkinder aus dem „Haus der Kinder“ machten sich am Dienstag, 22.10.2019, auf den Weg in einen ortsansässigen Supermarkt, um dort einen gewöhnlichen Kürbis in einen Halloween-Leuchtkürbis zu verwandeln.

Auf dem Weg dorthin bestaunten die Kinder schon unterschiedliche Kürbisse, die sie vor den Türen entdeckten, besprachen, was man aus ihnen alles machen könne und was ihre Vorlieben seien, etwa Kürbissuppe und Kürbiskuchen.

Im Geschäft angekommen, bekam jedes Kind vom stellvertretenden Marktleiter einen Kürbis, um ihn individuell zu bearbeiten. Mit Eifer wurde ausgehöhlt, gezeichnet und gesägt, und am Ende waren sich alle einig, dass jeder Halloween-Kürbis ein einzigartiges Kunstwerk geworden war. Die Freude war dann auch sehr groß, als die Kinder erfuhren, dass sie ihr Werkstück mit nach Hause nehmen durften. Dafür und für die freudige, tatkräftige und geduldige Begleitung sei Herrn Fisch von der Marktleitung herzlich gedankt.

 

Zukünftige Schulkinder verabschiedet

„Raus aus dem Kindergarten, rein in die Schule!“ hieß es am 26.06. für 23 zukünftige Schulkinder im Haus der Kinder. Beim traditionellen Rauswurf wurden sie von den Erzieherinnen mit Schwung aus dem Kindergarten hinausbefördert, um sich dann allerdings durchs Hintertürchen wieder hineinzuschleichen, denn ganz zu Ende ist die Kindergartenzeit dann doch noch nicht. Das feierliche Ritual war Bestandteil eines langen und immer wieder aufgegriffenen Abschiednehmens, das es den Kindern erleichtern soll, bewusst und positiv in ihr Leben als Schulkind zu starten.

Nachmittags wurde der Abschied mit den Kindern und ihren Familien im Kindergarten gefeiert. Das Fest stand unter dem Motto „Olympiade“, anlehnt an das Jahresprojekt „Mein Körper bewegt sich von Kopf bis Fuß“. Wegen der großen Hitze war man nicht, wie von den Kindern gewünscht und geplant, ins Sportstadion gegangen. Dennoch kamen Sport und Spiel nicht zu kurz. Nach dem feierlichen Einzug der Athleten und der Eröffnung der Olympiade konnten Kinder und Eltern sich an 5 sportlichen Stationen miteinander messen. Beim Weit- und Zielwurf, dem Schnell- und Hindernislauf, sowie dem Weitsprung auf eine rutschende Matte wuchs so mancher großer und kleiner Athlet über sich hinaus.

Als alle Kinder ihre Stempelkarte vollständig ausgefüllt vorweisen konnten, wurden die Schulkind-Medaillen feierlich übergeben. Außerdem bekam jedes Kind ein Geschenk und seinen gut gefüllten Bildungsordner als Erinnerung an die Kindergartenzeit überreicht.