Leben in Groß-Umstadt

Kino in der Stadthalle

„Hoppers“ und „Father, Mother, Sister, Brother“

„Hoppers“ und „Father, Mother, Sister, Brother“

Am Montag, den 20.04.2026, verwandelt sich der Große Saal der Stadthalle Groß-Umstadt wieder in einen Kinosaal. Gezeigt wird um 17 Uhr der Film „Hoppers“ im Kino für Kinder. Anschließend läuft um 20 Uhr der Film „Father, Mother, Sister, Brother“.

Der Eintritt kostet 6 Euro pro Kind und 8 Euro pro Erwachsenen. Karten sind an der Kasse erhältlich. Veranstalter sind die Stadt Groß-Umstadt und Cine Max GmbH, Hanau.

Hoppers

Wissenschaftler haben entdeckt, wie man das menschliche Bewusstsein in lebensechte, robotische Tiere "springen" lassen kann. Dadurch wird es Menschen ermöglicht, als Tiere mit Tieren zu kommunizieren. Mabel, eine Tierliebhaberin, nutzt die Gelegenheit, diese Technologie auszuprobieren. So wird ihr Geist in den Körper eines Bibers verpflanzt. Dabei entdeckt sie Geheimnisse in der Tierwelt, die ihre kühnsten Vorstellungen übertreffen.

Einmal mehr geht es um die Rettung der Natur, die in den letzten Jahren verstärkt in Animationsfilmen beschworen wird. Eine etwas komplexe Geschichte liefert Hoppers, das beginnt schon damit, dass Mabel die „Teichregeln“ begreifen muss – die beinhalten nicht nur gegenseitige Freundlichkeit und den Zusammenhalt der Arten, sondern auch das Akzeptieren der Nahrungskette, derzufolge alle Tiere das Recht haben, kleinere Tiere zu fressen – ein Thema, das Pixars Muttergesellschaft Disney schon in den beiden „Zoomania“-Filmen ansprach und das hier in einer Abspannszene noch einmal unterstrichen wird.

Eltern von jüngeren Zuschauern dürfte das durchaus in Erklärungsnot bringen; auch erleben nicht alle tierischen Mitwirkenden das Ende des Films. Einmal mehr ist erstaunlich, wie Animationsfilme, bei einer Herstellungszeit von fünf Jahren, im Moment ihrer Erstaufführung ganz aktuell sein können. ‚Hoppers‘ balanciert dabei Alltagsrealität und fantastische Elemente aus, darin liegt seine Qualität.

USA 2026, Regie: Daniel Chong, Animationsfilm, Filmdauer: 105 Minuten, FSK: ab 6 Jahre.

Father, Mother, Sister, Brother

Jim Jarmusch, der Meister der cool distanzierten Komödie, ist vielleicht einer der letzten echten US-Independent-Autorenfilmer. Seine Werke sind geprägt von einer ruhigen Erzählweise und seinem lakonischen Humor, oft begleitet von einem atmosphärischen Soundtrack, der die meist melancholische Grundstimmung zusätzlich verstärkt. All das gilt auch für seinen neuesten Film, für den Jim Jarmusch 2025 in Venedig den Goldenen Löwen für den besten Spielfilm entgegennehmen durfte.

FATHER MOTHER SISTER BROTHER ist ein behutsam als Triptychon komponierter Spielfilm. Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: FATHER ist im Nordosten der USA angesiedelt, der Vater wohnt alleine in einer alten Hütte an einem See und bekommt von seinen Kindern Essen mitgebracht. MOTHER ist die Matriarchin der Familie. Als erfolgreiche Autorin hat sie es zu einem ruhmreichen Leben gebracht, während ihre Kinder orientierungslos durchs Leben treiben. Diese Episode spielt in Dublin. Die dritte Episode „SISTER, BROTHER“ handelt von einem Geschwisterpaar in Paris, welches sich nahe steht und in Erinnerungen schwelgt, während sie die Wohnung der verstorbenen Eltern ausräumen.

Produktionsland: USA, Frankreich, Italien, Irland, Deutschland, Filmdauer: 110 Minuten, Produktionsjahr: 2025, Darstellerinnen und Darsteller: Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Sarah Greene, Indya Moore, Luka Sabbat, Françoise Lebrun, Drehbuch: Jim Jarmusch.