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Semesterabschlusskonzert des Orchesters der TU Darmstadt
„Totenfeier“ von Gustav Mahler, „Doppelkonzert für Violine und Violoncello“ von Johannes Brahms und „2. Sinfonie“ von Robert Schumann
„Totenfeier“ von Gustav Mahler, „Doppelkonzert für Violine und Violoncello“ von Johannes Brahms und „2. Sinfonie“ von Robert Schumann
Am Freitag, den 20. Februar 2026 um 20:00 Uhr veranstaltet das Orchester der TU Darmstadt sein Abschlusskonzert des Wintersemesters 25/26 in der Stadthalle Groß-Umstadt, Am Darmstädter Schloss 6, 64823 Groß-Umstadt.
Tickets sind erhältlich bei allen bekannten örtlichen Vorverkaufsstellen (UmStadtBüro, Bücherkiste, Expert Zwiener und Tintenkleks & Eselsohr) sowie online auf der städtischen Homepage sowie unter https://ztix.de. Preis 17 € (inkl. VVK- & System Gebühr).
Auf dem Programm stehen neben der 2. Sinfonie von Robert Schumann auch die „Totenfeier“ von Gustav Mahler und das Doppelkonzert für Violine und Violoncello von Johannes Brahms.
Gustav Mahler komponierte Die „Totenfeier“ im Jahr 1888 zunächst als ersten Satz einer Symphonie. Später entschied er sich jedoch, das Werk als eigenständige sinfonische Dichtung zu betrachten und nur Teile davon in seine Zweite Symphonie, die „Auferstehungssinfonie“, zu übernehmen. Die „Totenfeier“ bildet das dramatische Gegenstück zur Auferstehung: Sie schildert – nach Mahlers eigenem Programmentwurf – die Erinnerung an den Kampf, das Leiden und das Streben eines geliebten, verstorbenen Menschen an dessen Grab.
Johannes Brahms schrieb sein Doppelkonzert im Jahr 1887. Es ist nicht nur ein brillantes Werk für Violine, Violoncello und Orchester, sondern auch ein musikalisches Zeichen der Versöhnung. Mit diesem Konzert beendete Brahms den jahrelangen Zwist mit seinem engen Freund, dem Geiger Joseph Joachim. Die Freundschaft war zerbrochen, weil sich Brahms in Joachims Scheidung nicht auf dessen Seite, sondern auf die seiner Ehefrau gestellt hatte.
Zu Beginn des Konzerts scheint sich der Konflikt widerzuspiegeln: Die beiden Soloinstrumente treten in einen spannungsvollen Schlagabtausch, unterbrechen sich mit kurzen, entschiedenen Einwürfen. Doch allmählich wandelt sich der Ton – aus der Auseinandersetzung entsteht ein lebendiger, inniger Dialog, der in versöhnter Harmonie endet.
Robert Schumann schrieb seine zweite Sinfonie im Dezember 1845, zu einer Zeit, in der er gesundheitlich stark angeschlagen war. In einem Brief bemerkte er: „Die Symphonie schrieb ich noch halb krank; mir ist’s, als müsste man ihr dies anhören. Erst im letzten Satz fing ich an, mich wieder zu fühlen; wirklich wurde ich auch nach Beendigung des ganzen Werkes wieder wohler.“
Von der Depression, die ihn damals quälte und die er während der Arbeit an der Sinfonie zu überwinden begann, ist in der Musik jedoch kaum etwas zu spüren. Zwar lassen manche Passagen eine innere Zerrissenheit erahnen, doch überwiegen Energie, Schwung und ein feuriger Ausdruckswillen. Deutlich hörbar ist auch der Einfluss Johann Sebastian Bachs, dessen Musik Schumann zu dieser Zeit intensiv studierte.
Das Orchester der TU wird von Christian Weidt dirigiert. Als Solisten stehen Elena Graf (Violine) und Emanuel Graf (Violoncello) auf der Bühne. Elena Graf ist 1. Konzertmeisterin an der Staatsoper Stuttgart und Professorin an der Musikhochschule Mannheim, ihr Bruder Emanuel ist Solocellist im Bayerischen Staatsorchester München. Beide spielen auf Instrumenten von Antonio Stradivari.
Tickets sind erhältlich bei allen bekannten örtlichen Vorverkaufsstellen (UmStadtBüro, Bücherkiste, Expert Zwiener und Tintenkleks & Eselsohr) und online auf der städtischen Homepage sowie unter https://ztix.de. Preis 17 € (inkl. VVK- & System Gebühr).



