Leben in Groß-Umstadt

Nahversorgung

Konkrete Perspektive für Lebensmittelmarkt in Klein-Umstadt

Konkrete Perspektive für Lebensmittelmarkt in Klein-Umstadt

Die Stadt Groß-Umstadt arbeitet weiterhin intensiv daran, die Nahversorgung in ihren Stadtteilen zu stärken. Für Klein-Umstadt zeichnet sich derzeit eine konkrete Perspektive für die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes ab. Es besteht aktuell konkretes Interesse eines Lebensmittelmarktes, sich im Stadtteil Klein-Umstadt anzusiedeln. Erste Gespräche mit Grundstückseigentümern sowie mit Planerinnen und Planern haben bereits stattgefunden. Auch erste Abstimmungen mit beteiligten Behörden wurden aufgenommen.

„Es ist mir persönlich ein Herzensanliegen, dass wir eine gute Nahversorgung in unseren Stadtteilen gewährleisten können. Gerade in den Stadtteilen ist es für viele Menschen ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität, Einkäufe des täglichen Bedarfs vor Ort erledigen zu können“, betont Bürgermeister René Kirch. Nach den bisherigen Gesprächen handelt es sich nicht mehr nur um ein unverbindliches Interesse, sondern bereits um sehr konkrete Abstimmungen zur möglichen Umsetzung eines Standorts. In diesem Zusammenhang hat die Stadt auch angeregt, bei einer größeren Verkaufsfläche zusätzliche Nutzungen mitzudenken. Beispielsweise wurde eine ergänzende Nutzung der Dachfläche thematisiert. Der interessierte Anbieter zeigte sich hierfür offen.

Bis eine offizielle Planung beginnen und die politischen Gremien beteiligt werden können, werden jedoch noch einige Monate vergehen. Die Stadtverwaltung betont zugleich, dass an diesem Thema intensiv gearbeitet wird. Die Verbesserung der Nahversorgung in den Stadtteilen beschäftigt die Stadt bereits seit mehreren Jahren. Dabei wurden unterschiedliche Modelle geprüft, von autonomen Verkaufssystemen bis hin zu klassischen Lebensmittelmärkten. Gespräche mit potenziellen Anbietern führt die Wirtschaftsförderung gemeinsam mit dem Bürgermeister regelmäßig, unter anderem auch im Rahmen der Immobilienmesse Expo Real.

Unternehmen knüpfen ihre Standortentscheidungen meist an klare Kriterien. Dazu zählen insbesondere die Verfügbarkeit geeigneter Flächen, eine gute Verkehrsanbindung sowie ausreichende Kundenströme, die sich häufig an der Einwohnerzahl im direkten Umfeld orientieren. So wurden beispielsweise auch Standorte in Heubach und im Umfeld von Wiebelsbach geprüft. Aus Sicht der Unternehmen ist dort die Einwohnerzahl bislang zu gering. „Wir werden dennoch weiterhin für diese Standorte werben“, erklärt Bürgermeister Kirch.

Auch in Richen und Semd bestehen ähnliche Herausforderungen. In Richen hatte vor einigen Jahren ein Discounter Interesse signalisiert. Der Ortsbeirat lehnte eine Ansiedlung damals ab. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss jedoch, das Thema zu einem späteren Zeitpunkt erneut aufzugreifen. In Kleestadt wiederum hatten Ortsbeirat und Stadtverordnetenversammlung in der Vergangenheit die Ansiedlung eines Discounters abgelehnt. Weitere Anbieter zeigten anschließend kein Interesse mehr an der damals vorgesehenen Fläche.

Unabhängig von möglichen neuen Märkten betont die Stadtverwaltung die Bedeutung der bestehenden Einkaufsmöglichkeiten in den Stadtteilen. Dazu zählen insbesondere Direktvermarkter, Bäckereien und kleinere Läden, die vielerorts einen wichtigen Beitrag zur täglichen Versorgung leisten. „Diese Angebote sind für viele Bürgerinnen und Bürger unverzichtbar und prägen das Leben in unseren Stadtteilen. Unser Ziel ist es, diese Strukturen zu erhalten und zu stärken und sie wo möglich sinnvoll zu ergänzen“, so Bürgermeister René Kirch.