Leben in Groß-Umstadt

Kino in der Stadthalle

„Die drei ???“ und „Hamnet“

„Die drei ???“ und „Hamnet“

Am Montag, 09.03.2026, verwandelt sich der Große Saal der Stadthalle Groß-Umstadt wieder in einen Kinosaal. Gezeigt wird um 17 Uhr der Film „Die drei ??? - Toteninsel“ im Kino für Kinder. Anschließend läuft um 20 Uhr der Film „Hamnet“.

Der Eintritt kostet 6 Euro pro Kind und 8 Euro pro Erwachsenen. Karten sind an der Kasse erhältlich. Veranstalter sind die Stadt Groß-Umstadt und Cine Max GmbH, Hanau.

Die drei ??? - Toteninsel

Kaum haben die Sommerferien begonnen, planen Justus (Julius Weckauf), Peter (Nevio Wendt) und Bob (Levi Brandl) einen Roadtrip. Doch bevor sie aufbrechen können, bringt ein anonymer Anruf in der Zentrale ihre Pläne ins Wanken: Ein neuer Fall wartet auf die drei Detektive.

Ihre Ermittlungen führen sie zu einem geheimnisvollen Geheimbund namens Sphinx. Angeführt wird die Organisation vom undurchsichtigen Professor Phoenix (Andreas Pietschmann) und dessen Assistenten Olin (Jannik Schümann). Die Gruppe betreibt illegale Ausgrabungen und verkauft geraubte Artefakte gewinnbringend weiter. Schon bald richtet sich der Fokus auf die Vulkaninsel Makatao, die unter dem Namen Toteninsel gefürchtet ist. Dort befindet sich eine Grabstätte, um die sich düstere Legenden ranken – angeblich soll niemand, der die Insel betritt, je zurückkehren. Trotz der Gefahr begibt sich Sphinx auf eine Expedition dorthin.

Welche Motive stecken hinter dieser riskanten Unternehmung? Und welche Rolle spielt der einflussreiche Unternehmer Joseph Saito Hadden (Simon Kluth) bei dem Vorhaben?

Deutschland 2025, Regie: Tim Dünschede, Darsteller: Julius Weckauf, Nevio Wendt, Levi Brandl, Jördis Triebel, Florian Lukas, Filip Schnack, Andreas Pietschmann, Länge: 104 Minuten, FSK: ab 6 Jahre.

Hamnet

William Shakespeare (Paul Mescal) und seine Frau Agnes (Jessie Buckley) trauern über den Tod ihres elf Jahre alten Sohnes Hamnet. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wie sie mit dem Verlust ihres Kindes fertig werden sollen. Nur wenige Jahre später schreibt Shakespeare schließlich ein Stück namens Hamlet.

Agnes, die in Stratford mit Tod und Trauer weitgehend allein fertigwerden muss, nimmt die zentrale Position des Films ein. Buckley spielt sie als entfernte Verwandte von Francis McDormands Fern in »Nomadland«. Auch Agnes ist eine Frau, die einem inneren Kompass zu folgen scheint. Eine Hausgeburt findet für sie im Wald statt. Dieser geborenen Außenseiterin nahezukommen, ist der Welt um sie herum nur punktuell möglich. Buckley geht an die Grenzen des Darstellbaren und erschafft eine Kinofigur für die Ewigkeit. Mit purer Willenskraft will Agnes Judith und Hamnet, die beide an der Pest erkranken, ans Leben binden. »Alles vergeblich«, bemerkt Shakespeares Mutter Mary (Emily Watson) resigniert. »Denn was man hat, wird einem genommen, jeden Augenblick. Grausamkeit und Verheerung lauern gleich um die Ecke, in der Truhe, hinter der Tür.« Die Kunst bestehe darin, nie zu vergessen, dass Kinder »vielleicht von einer Sekunde auf die andere weg sind, einem entrissen werden, fortgetragen wie eine Feder.« Buckley beglaubigt in einer darstellerischen Tour de Force, was diese Worte im schlimmsten Fall bedeuten. Nach Hamnets Tod wirkt sie, wie im Roman beschrieben, unwiederbringlich verloren, sie taumelt durch ein Leben, das nicht wiederzuerkennen ist, treibt haltlos dahin.

Schauspielerisch auf Augenhöhe begegnet ihr Emily Watson als vom Schicksal ebenfalls nicht verschonte Mary; Jacobi Jupe als Hamnet, in dessen von der Pest verwüstetem kindlichen Körper ein wissender, angsterfüllter 100-Jähriger zu stecken scheint; Noah Jupe als charismatischer Bühnen-Hamlet, der die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Theater aufzuheben scheint und dem toten Hamnet mit den Mitteln der Kunst eine neue Existenz schenkt.

Das fabelhafte Ensemble bewegt sich in einem erlesenen Rahmen. Zhao malt Tableaus im Stile alter niederländischer Meister, spielt virtuos mit Licht und Schatten sowie unterschiedlichen Perspektiven. Leere Zimmer und Betten spiegeln Abwesenheit und tödliche Krankheit, der Eingang einer dunklen Höhle verweist ebenso symbolhaft auf verlöschendes Lebenslicht wie die jenseitige Düsternis in den Räumen. Nahaufnahmen vermitteln Intimität, Liebe, Zorn, Eifersucht und Traumata. Zals Kamera erlaubt dem Publikum aber auch häufig den distanzierten Blick von oben. »Hamnet« wendet sich mit maximaler Wirkung an Herz und Hirn. Abgesehen von Max Richters nicht immer nötiger musikalischer Untermalung funktioniert das auf magische und makellose Weise. Mit einem Wort: Kinomeisterwerk. (epd-Film)

Großbrit. / USA 2025, Regie: Chloé Zhao, Darsteller.: Jessie Buckley, Paul Mescal, Zac Wishart, James Lintern, Joe Alwyn, Länge: 125 Minuten., FSK: ab 12 Jahre.