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Digitalisierung als Chance für das Ehrenamt
Viertes Vereinsforum der Stadt setzt auf Austausch und Vernetzung
Viertes Vereinsforum der Stadt setzt auf Austausch und Vernetzung
Bereits zum vierten Mal hat die Stadt Groß-Umstadt am 21. Februar Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Vereine zum Vereinsforum eingeladen. Seit 2022 dient das Format dem Austausch, der Information und vor allem der Vernetzung des ehrenamtlichen Engagements in der Stadt.
Zum Auftakt erinnerte Bürgermeister René Kirch an die Anfänge der Veranstaltungsreihe. „Beim ersten Vereinsforum haben wir gemeinsam die Frage gestellt: Was kann die Stadt für die Vereine tun – und was können die Vereine für unsere Stadt leisten?“ Dieser Gedanke sei bis heute Leitlinie des Formats. Ohne das Ehrenamt wäre das vielfältige Leben in den Vereinen nicht möglich. Das macht das Ehrenamt unbezahlbar und unterstreicht den unschätzbaren Wert für das gesellschaftliche Leben. „Wir wollen diese Arbeit unterstützen und verlässlicher Partner sein“, betonte Kirch. Im Mittelpunkt des diesjährigen Forums stand die Digitalisierung im Vereinswesen. Neben Fachinformationen zu Fördermöglichkeiten, Softwarelösungen und rechtlichen Rahmenbedingungen ging es vor allem um die praktischen Herausforderungen im Alltag der Ehrenamtlichen. Deutlich wurde: Digitalisierung eröffnet viele Chancen, bindet jedoch zusätzliche Ressourcen – und rechtliche Anforderungen werden zunehmend komplexer.
Die Moderation erfolgte durch Frau Lothschütz, die die Stadt bereits im Projekt „Engagierte Stadt“ unterstützt. Ein besonderer Dank galt der Abteilung Kultur und Stadtmarketing, die das Vereinswesen federführend betreut, sowie der Abteilung Soziales und Ehrenamt. Mit Sina Ebert war auch die neue Integrationsguide der Stadt anwesend, die unter anderem das Projekt „Engagierte Stadt“ begleitet und damit ehrenamtliches Engagement auch außerhalb klassischer Vereinsstrukturen stärkt.
Bürgermeister Kirch berichtete von einem Besuch einer Verwaltungsdelegation in der nordrhein-westfälischen Stadt Ahaus. Dort wurde eine App entwickelt, die Gewerbe, Vereine und Verwaltung digital miteinander vernetzt. „Im Einsatz solcher Techniken ist bedeutsam, dass nicht die Technik im Mittelpunkt steht, sondern das Miteinander in der Stadtgesellschaft. Digitalisierung ist ein Werkzeug, um Menschen besser zu verbinden“, so Kirch. Mit Blick auf die Zukunft könnten solche Apps auch für Groß-Umstadt interessant werden. Neben den Fachvorträgen spielte auch der persönliche Austausch eine zentrale Rolle. Viele Vereinsvertreter nutzten die Pausen intensiv zum Netzwerken und zum Gespräch über gemeinsame Herausforderungen. Auch im kommenden Jahr wird die Stadt Groß-Umstadt wieder zu einem Vereinsforum einladen. Anregungen für künftige Themen sind ausdrücklich willkommen.



