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Handpuppenspiel mit anschließender Müllsammelaktion im Waldkindergarten
Kinder des Waldkindergartens Groß-Umstadt sind im Auftrag des Umweltschutzes unterwegs
Kinder des Waldkindergartens Groß-Umstadt sind im Auftrag des Umweltschutzes unterwegs
Am Freitag, den 27. Februar beschäftigten sich die Waldkinder aus dem städtischen Waldkindergarten der Stadt Groß-Umstadt intensiv mit dem Thema „Verschmutzung in der Natur durch den Menschen“.
Im Morgenkreis wurde den Kindern ein Handpuppenspiel vorgeführt. Die Geschichte handelte von einem Dachs, der durch den Wald wandert und dort so einige Schwierigkeiten und Probleme vorfindet. Explizit mit dem dort liegengebliebenen Müll der Menschen, die ihren Abfall in der Natur liegen lassen. Auf kindgerechte Weise wurde so verdeutlich, welche Folgen Müll für Tiere, Pflanzen und die gesamte Natur haben kann.
Im Anschluss besprachen die Kinder das Theaterstück und erklärten, was sie daraus gelernt haben. Kurzerhand wurde eine Müllsammel-Aktion gestartet. Hierzu wurden aus Hygienegründen Arbeitshandschuhe und Eimer an die Kinder ausgeteilt und die „Aufräumarbeit“ der hochmotivierten Kinder konnte starten.
Gesammelt wurde in den Weinbergen, an den Waldrändern und im Naturschutzgebiet oberhalb der Petermanns Ruh. Innerhalb kürzester Zeit füllten die Kinder die Säcke mit Glasflaschen, teilweise sogar noch gefüllten Weinflaschen, Tempotaschentüchern, Plastikverpackungen, Kronkorken, Papieren und Überresten von Silvesterraketen. Besonders betroffen entdeckten die Kinder sogar Bauschutt im Naturschutzgebiet. Den konnten sie aber nur kopfschüttelnd liegen lassen, denn der war zu schwer zum Tragen. Der Baubetriebshof war bereits vor Ort, hat den Bauschutt eingesammelt und fachgerecht entsorgt.
Die Waldkinder waren sehr motiviert und engagiert an dieses sensible Thema herangegangen und haben mit großem Verantwortungsbewusstsein aufgezeigt, dass Umweltschutz kein abstrakter Begriff, sondern gelebter Alltag ist. Sowohl die Kinder als auch die Waldpädagoginnen wünschen sich jedoch, dass künftig weniger Müll in der Natur zurückgelassen wird und Waldbesucherinnen und Waldbesucher mehr Rücksicht auf Umwelt und Tiere nehmen.
Ein Appell, dem sich Bürgermeister René Kirch sehr gerne anschließt, er betonte – wie auch bei vorherigen Müllsammelaktionen von Kita-Kindern und Grundschülern in Groß-Umstadt – die Bedeutung von Umweltschutz und Müllvermeidung: „Unsere Waldkinder übernehmen schon in jungen Jahren Verantwortung für ihre Umwelt. Leider müssen alle Kinder dabei immer und immer wieder sehen, dass es sehr viele Erwachsene gibt, die dies nicht für notwendig empfinden und unsere Umwelt mit Müll schädigen. Besonders Bauschutt in einem Naturschutzgebiet ist kein Kavaliersdelikt. Das muss von den Beschäftigten des Baubetriebshofes aufwendig entsorgt werden und geht zu Lasten eines jeden Steuerzahlers in Groß-Umstadt.“



