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Neues Zivilschutzfahrzeug erweitert Katastrophenschutz in Groß-Umstadt
Spezialfahrzeug unterstützt die Medizinische Task Force 37 bei Großschadenslagen
Spezialfahrzeug unterstützt die Medizinische Task Force 37 bei Großschadenslagen
Die Freiwillige Feuerwehr Klein-Umstadt verfügt über ein neues Spezialfahrzeug für den Zivilschutz. Das Fahrzeug ist Bestandteil der Medizinischen Task Force (MTF) 37 und wird bei außergewöhnlichen Schadenslagen eingesetzt. Stationiert wurde es in Klein-Umstadt, da die dortige Freiwillige Feuerwehr gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Wiebelsbach den Dekontaminationszug des Landkreises Darmstadt-Dieburg bildet.
Die Medizinische Task Force 37 wird personell gemeinsam vom Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Wissenschaftsstadt Darmstadt getragen. Sie vereint Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie des Sanitäts- und Betreuungsdienstes und kommt insbesondere bei überregionalen Großschadensereignissen zum Einsatz. Zu ihren Aufgaben zählt die Versorgung und der Transport von Patienten bei Großschadenslagen aber auch die Dekontamination von Einsatzkräften und betroffenen Personen nach Gefahrstoffereignissen. Die Einheiten sind darauf ausgelegt, auch über einen längeren Zeitraum eigenständig arbeiten zu können. Bundesweit gibt es 61 Medizinische Task Forces, vier davon sind in Hessen stationiert.
Mit dem neuen Fahrzeug wird die Führung der Dekontaminationseinheit bei entsprechenden Einsatzlagen unterstützt. Gleichzeitig ergänzt es die Möglichkeiten der Einsatzkoordination vor Ort und stärkt damit den Bevölkerungsschutz in der Region. Das rund sechs Meter lange Allradfahrzeug bietet Platz für neun Einsatzkräfte. Zur Ausstattung gehören unter anderem Funktechnik, persönliche Schutzausrüstung für die Besatzung, ein Stromerzeuger sowie eine Markise mit Vorzelt. Die Anschaffungskosten in Höhe von rund 175.000 Euro sowie die laufenden Unterhaltungskosten werden vollständig vom Bund getragen.
Bürgermeister René Kirch begrüßt die Stationierung des Fahrzeugs in Groß-Umstadt: „Die Anforderungen an den Bevölkerungsschutz haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Umso wichtiger ist es, dass unsere Feuerwehren mit einer modernen und leistungsfähigen Ausstattung arbeiten können. Die Stationierung dieses Fahrzeugs bei uns unterstreicht die hohe Kompetenz unserer Einsatzkräfte im Bereich des Katastrophenschutzes. Dass der Bund die Anschaffung und Unterhaltung vollständig finanziert, ist eine wertvolle Unterstützung für die Kommunen. Entscheidend bleibt aber das außergewöhnliche Engagement unserer ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner, die jederzeit bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – auch weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus.“



