Leben in Groß-Umstadt

Engagierte Stadt

Groß-Umstadt – Ab jetzt Engagierte Stadt!

Groß-Umstadt – Ab jetzt Engagierte Stadt!

Am Dienstag, den 20. Februar 2024 erhielt Groß-Umstadt den Titel „Engagierte Stadt“ für die Qualität der Zusammenarbeit im Feld Engagement und Beteiligung in Groß-Umstadt, welche sich dadurch auszeichnet, dass Akteure aus der Zivilgesellschaft, der Verwaltung und der Wirtschaft gemeinsam Strukturen für Beteiligung, Engagement und Ehrenamt gestalten.

Engagierte Städte entstehen dort, wo sich überzeugte Menschen gemeinsam dafür einsetzen, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement und Beteiligung vor Ort zu schaffen. Dies stärkt nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt, es schafft auch mehr Lebensqualität vor Ort und ist ein wichtiger Beitrag für eine lebendige Demokratie.

Die Engagierte Stadt zeigt: Jede und jeder kann etwas bewegen, aber niemals allein! Sicher ist, das von Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam getragene Engagement macht Kommunen zukunftsfest und Stadtgesellschaften resilient.

„In Groß-Umstadt gibt es zahlreiche Engagierte und ehrenamtliche Aktivitäten, Projekte und Initiativen. Das alles soll nun mithilfe einer Engagementstrategie unter dem Dach der Engagierten Stadt mehr zusammengeführt und koordiniert werden. Wir begrüßen Groß-Umstadt als Engagierte Stadt im Netzwerk und wünschen gutes Gelingen.“ Erläutert Jan Holze, Vorstand der „Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt“.

Ebenso lobt Claudia, Spruch, Geschäftsführerin der Landes-Ehrenamtsagentur Hessen: „Groß-Umstadt überzeugt mit dem vielfältigen Engagement der Einwohnerinnen und Einwohner. Dieses Potential der Vernetzung soll nun gehoben werden. Impulse dafür geben die Zusammenarbeit der letzten Jahre und das Bewältigen der Herausforderungen vor denen die Stadtgesellschaft stand wie die der Corona- und Ukraine-Krise. Als Engagierte Stadt will Groß-Umstadt die sektorenübergreifende Zusammenarbeit stärken, den Zusammenhalt über Stadtteilgrenzen hinweg fördern und generationenübergreifend arbeiten. Wir begrüßen diese Vorhaben und freuen uns über die Aufnahme als Engagierte Stadt im Netzwerk.“

Bürgermeister René Kirch erläutert als Bewerbung der Stadt Groß-Umstadt als engagierte Stadt: „Das urbane Mittelzentrum Groß-Umstadt ist seit Jahrzehnten gerade dank vieler engagierter Menschen und Organisationen vor Ort sowie gefestigten Netzwerken, die sich immer wieder weiterentwickeln, im besonderen Maße lebens- und liebenswert. Doch es geht noch mehr. Unser gesellschaftlicher Anspruch ist es, auf die großen Fragen der aktuellen Zeit zukunftsfähige Antworten zu finden. Der demografische Wandel, die Digitalisierung, die Globalisierung sind große Chancen, die wir aktiv gestalten möchten.“

Gemeinsam mit den Partnerorganisationen, dem Förderverein Bürgerstiftung Groß-Umstadt e. V. und den Umstädter Bücherraben e. V., soll daran gearbeitet werden, dass die über 200 gemeinnützigen Vereine und Initiativen, welche in Groß-Umstadt ansässig sind, besser und stärker vernetzt werden. Dies geschieht, um gemeinsam Herausforderungen angehen zu können, welche alleine nicht zu bewältigen sind.

Über das Programm Engagierte Stadt soll versucht werden, die insgesamt neun Stadtteile stärker zusammenzubringen und somit über das gesamte Stadtgebiet hinweg die Ehrenamtslandschaft zu unterstützen. Gemeinsame Werte, Ziele und Absichten sollen definiert werden und der Überblick über das gesamte Engagement in unserer Stadt verbessert werden.

„Alleine können wir so wenig erreichen, gemeinsam können wir so viel erreichen.“ lautet ein Zitat der amerikanischen Schriftstellerin Helen Keller. In diesem Sinne soll ein starkes Netzwerk aufgebaut werden, zum Wohle der gesamten Stadtgesellschaft, um Herausforderungen, mit denen die Stadtgesellschaft konfrontiert werden, besser bewältigen zu können. Zudem sollen junge Ehrenamtliche als Investition in die Zukunft gewonnen werden, um dem demographischen Wandel entgegenzuwirken. Auch soll eine echte trisektorale Zusammenarbeit (Zusammenarbeit der drei Bereiche Zivilgesellschaft, Kommune und Wirtschaft) entwickelt werden, weg vom reinen Sponsoring.

Die Stärke liegt im Wir!

Das bundesweite Netzwerk der Engagierten Städte bietet den beteiligten Städten Austausch und viele Best-Practice-Lösungen zu Themen wie der „Digitalisierung“, neuen Engagementformen, „Nachhaltigkeit“, dem „Generationswechsel“ oder zu Beteiligungsprozessen. Dabei werden Engagierte Städte intensiv durch kollegiale Begleitung und Weiterbildungen unterstützt. Bundesweite Netzwerktreffen, Regional- und Austauschtreffen bieten Plattformen für den Austausch von Informationen und die Weiterentwicklung von Ideen sowie gemeinsamen Ansätzen.

Engagierte Städte bekennen sich zu einem gemeinsam entwickelten Selbstverständnis, das für die Haltung steht, mit der alle Beteiligten das Netzwerk lebendig gestalten und sektorenübergreifend auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Dabei haben sie den Aufbau und die Weiterentwicklung von nachhaltigen Engagementstrukturen zum Ziel. In neuen Kooperationsformen arbeiten Engagierte Städte daran, dass sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen und Zivilgesellschaft, öffentliche Hand und Wirtschaft die gesellschaftlichen Herausforderungen und Fragen vor Ort gemeinsam angehen.

Interessenbekundungsverfahren 2024 – Start für 23 neue Engagierte Städte 2024
Bis zum 24. November 2023 waren Städte, Stadtteile und Gemeinden eingeladen, sich zu bewerben und dem Netzwerk anzuschließen. Eine Jury aus Programmträgern und den Sprecherinnen und Sprechern der Engagierten Städte wählte Groß-Umstadt aus, die nun als Engagierte Stadt aufgenommen wird. Damit wächst die bundesweite Bewegung Engagierter Städte auf 112 Engagierte Städte an.

Neue Engagierte Städte im Netzwerk 2024 sind:

Bad Hersfeld (Hessen)

Groß-Umstadt (Hessen)

Bad Salzuflen (Nordrhein-Westfalen)

Hansestadt Lübeck (Schleswig-Holstein)

Balingen (Baden-Württemberg)

Herborn (Hessen)

Berlin-Schöneweide (Berlin)

Herford (Nordrhein-Westfalen)

Blankenburg (Sachsen-Anhalt)

Itzehoe (Schleswig-Holstein)

Cloppenburg (Niedersachsen)

Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz)

Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg)

Osnabrück (Niedersachsen)

Friedberg (Hessen)

Osterholz-Scharmbeck (Niedersachen)

Ginsheim-Gustavsburg (Hessen)

Rastatt (Baden-Württemberg)

Goch (Nordrhein-Westfalen)

Ratzeburg (Schleswig-Holstein)

Göppingen (Baden-Württemberg)

Ulm (Baden-Württemberg)

Gröbenzell (Bayern)

 

Über das Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“

Seit 2015 fördert das Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ den Aufbau bleibender Engagementlandschaften in ausgewählten Städten und Gemeinden Deutschlands. Seitdem sind belastbare und gut aufgestellte Netzwerke in den beteiligten Städten entstanden. Engagierte Städte profitieren vom Austausch erprobter Praxislösungen und der Vielfalt lokaler Konzepte. Sie sind Teil eines Netzwerks, das gelungene Praxis vor Ort sichtbar macht und mit starken Partnerinnen und Partnern bürgerschaftliches Engagement auf allen Ebenen stärkt. Dadurch haben sich die Bedingungen für bürgerschaftliches Engagement und Beteiligung vor Ort nachweislich verbessert.

Das Programm wird durch ein Konsortium auf der Bundesebene getragen, dem das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Bertelsmann Stiftung, das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt und die Körber-Stiftung angehören.

Weitere Partner sind die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz, die Breuninger Stiftung, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag, die Auridis Stiftung sowie die Metropolregion Rhein-Neckar.

Weitere Informationen finden sich auf https://www.engagiertestadt.de