Leben in Groß-Umstadt

100 Jahre Schwimmbad in Groß-Umstadt

Jubiläumsfeier am 20. Juni im UmStadtBad

Jubiläumsfeier am 20. Juni im UmStadtBad

Groß-Umstadt feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: 100 Jahre Schwimmbadgeschichte. Dieses Ereignis wird am 20. Juni mit einer Jubiläumsveranstaltung gewürdigt. Genau vor 100 Jahren wurde das Schwimmbad, damals als Naturbad, fertiggestellt. 100 Jahre später sind Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, dieses besondere Jubiläum, welches gleichzeitig auch die Eröffnungsfeier für das umgebaute Schwimmbad ist, gemeinsam zu feiern. Das ist die Gelegenheit, abseits des regulären Badebetriebs einen Blick auf das neue UmStadtBad zu werfen. Der Badebetrieb startet dann offiziell am Sonntag, den 21. Juni.

Am 20. Juni von 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm für die gesamte Familie. An verschiedenen Mitmach-Stationen der DLRG, der Flinken Flossen und des Jugendzentrums (JUZ) können Groß und Klein aktiv werden und spielerisch mehr über Wasser, Bewegung und Sicherheit erfahren. Einige Programmpunkte finden im Wasser statt, deshalb sollten Badehose und Badeanzug sicherheitshalber im Gepäck sein. Das Programm wird abgerundet mit Tanzdarbietungen, einer Hüpfburg sowie Glitzertattoos für Kinder.

Der Förderverein des Schwimmbads sorgt mit Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl. Der Verkauf von Speisen und Getränken am Kiosk ist ebenfalls geöffnet.

„Das Jubiläum zeigt, welche große Bedeutung das Freibad seit Generationen für Groß-Umstadt hat. Es war immer ein Ort der Begegnung, der Erholung und des gemeinsamen Erlebens. Mit dem neuen UmStadtBad führen wir diese Tradition in die Zukunft fort und bieten den Besucherinnen und Besucher mit dem modernen und attraktiven Freizeitbad einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in unserer Stadt“, betont Bürgermeister René Kirch.

Die Geschichte des Schwimmbads reicht bis in die 1920er Jahre zurück. Am 20. Juni 1926 wurde zunächst ein Naturbad an der Höchster Straße fertiggestellt, das den Grundstein für die weitere Entwicklung legte. Der Umstädter Arzt Dr. Böttger wurde von dem damaligen Bürgermeister Lampe darum gebeten, den Bau des Naturbades privat voranzutreiben, da die städtischen Kassen klamm waren und aus dem Stadtrat kein Rückhalt für die Finanzierung eines Schwimmbades bestand. Gemeinsam mit dem eigens gegründeten Schwimmverein konnte Dr. Böttger innerhalb von relativ kurzer Zeit das Grundstück erwerben und der Aushub konnte beginnen. Das Naturbad verfügte dabei über kein Fundament, auch das Fehlen von einer Sandschicht im Boden sorgte dafür, dass bei Sprüngen ins Wasser der schlammige Boden nach oben gedrückt wurde. Die Begrenzung bestand lediglich aus dem aufgeschütteten Aushub, welcher keine stabile Befestigung darstellte.

Im Jahr 1936 konnte der Architekt Bickelhaupt gewonnen werden, um das Bad mit einem ordentlichen Fundament und einer festen Umrandung sowie dem auch heute noch bestehenden Sprungturm zu gestalten. In den 1980er Jahren wurde das Freibad erneut umgebaut und modernisiert.