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Naturschutzgebiet „Herrnberg von Groß-Umstadt“
Rücksichtnahme bei Schafbeweidung und Herdenschutzhunden erbeten
Rücksichtnahme bei Schafbeweidung und Herdenschutzhunden erbeten
Das Naturschutzgebiet „Herrnberg von Groß-Umstadt“ umfasst eine Fläche von rund 14,05 Hektar und gehört zu den ökologisch und kulturhistorisch bedeutenden Landschaftsräumen im Reinheimer Hügelland. Geschützt sind insbesondere kleinstrukturierte Bracheflächen, Gebüsche sowie wertvolle Streuobstwiesen. Die weinbaulich genutzten Flächen sind von der Schutzgebietsausweisung ausgenommen.
Ziel der Unterschutzstellung ist es, das landeskulturell bedeutsame Streuobstgebiet sowie die Edelkastanienbestände in ihrer besonderen Eigenart dauerhaft zu erhalten. Darüber hinaus bietet das Gebiet zahlreichen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten einen wichtigen Lebensraum. Die durch extensive Nutzung entstandenen, vielfältigen Biotopstrukturen prägen den besonderen Charakter des Schutzgebietes und sollen langfristig gesichert und gefördert werden.
Die Stadt Groß-Umstadt weist darauf hin, dass gemäß der Schutzgebietsverordnung Hunde im Naturschutzgebiet ganzjährig nicht frei laufen gelassen werden dürfen. Zuständig für das Naturschutzgebiet ist das Regierungspräsidium Darmstadt, Dezernat V 53.2 – Naturschutz (Schutzgebiete und biologische Vielfalt). Die Betreuung vor Ort erfolgt durch das Forstamt Dieburg von HessenForst.
Die naturschutzfachlich notwendige Pflege des Gebietes erfolgt unter anderem durch eine extensive Beweidung mit Schafen. Da Schäfer heutzutage vielfach auch in Regionen mit Wolfsvorkommen tätig sind, kommen zunehmend Herdenschutzhunde zum Einsatz. Diese Tiere dienen ausschließlich dem Schutz der Herden.
Die Stadt bittet daher alle Spaziergängerinnen und Spaziergänger sowie Hundehalterinnen und Hundehalter um Verständnis und Rücksichtnahme. Temporäre Beeinträchtigungen durch Herdenschutzhunde seien im Sinne des übergeordneten Naturschutzinteresses zu dulden. Es wird empfohlen, die Tiere nicht zusätzlich zu beunruhigen, ausreichend Abstand zu halten und Weideflächen zügig zu passieren. Die Beweidung der einzelnen Flächen findet jeweils in einem kurzen Zeitraum statt.
Bürgermeister René Kirch betont: „Wir können froh sein, dass wir noch einen engagierten Schäfer vor Ort haben, der sich um die notwendige Pflege unseres wertvollen Naturschutzgebietes kümmert. Eine maschinelle beziehungsweise händische Pflege ist sehr aufwändig und kostenintensiv und steht in keinem Verhältnis zur wertvollen Bereicherung durch die Schafbeweidung.“



