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Wilhelm-Liebknecht-Straße
Obdachlosenunterkunft zieht in den Sonnenhof um
Obdachlosenunterkunft zieht in den Sonnenhof um
Die Stadt Groß-Umstadt wird die bisher in der Wilhelm-Liebknecht-Straße untergebrachten obdachlosen Menschen künftig im Sonnenhof unterbringen. Hintergrund ist die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung, die Unterkunft in der Wilhelm-Liebknecht-Straße aufgrund erheblicher baulicher und sozialer Probleme zu schließen.
Die Unterkunft in der Wilhelm-Liebknecht-Straße war in den vergangenen Jahren zunehmend durch bauliche Mängel, wiederkehrende Konflikte, Vandalismus und Vermüllung belastet. Nach eingehender Prüfung verschiedener Alternativen hat sich der Sonnenhof als die derzeit am besten geeignete Lösung erwiesen. Alle Bewohnerinnen und Bewohner wurden im Vorfeld bezüglich des Themas Wohnungssuche beraten und erhalten weiterhin Beratungs- und Unterstützungsangebote.
Der Sonnenhof verfügt über möblierte Zimmer mit sanitären Anlagen, Gemeinschaftsflächen sowie ein Familienzimmer. Durch die Möglichkeit der Einzelunterbringung sollen Konflikte reduziert und die Lebenssituation der Bewohnerinnen und Bewohner verbessert werden. Zudem hat sich der Standort bereits in den vergangenen Jahren bewährt, da dort bereits obdachlose Menschen untergebracht waren.
Bürgermeister René Kirch betont: „Die Unterbringung obdachloser Menschen ist eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Stadt. Gleichzeitig ist es unser Anspruch, diese Menschen menschenwürdig und unter möglichst guten Bedingungen unterzubringen. Nach sorgfältiger Prüfung zahlreicher Standorte und Lösungen hat sich der Sonnenhof als die beste verfügbare Option erwiesen. Dort können wir eine bessere Unterbringung gewährleisten als bisher in der Wilhelm-Liebknecht-Straße.“
Die Stadtverwaltung hatte in den vergangenen Jahren verschiedene Standorte, Containerlösungen, Neubauten sowie die Nutzung bestehender Gebäude geprüft. Viele dieser Alternativen konnten aufgrund fehlenden Baurechts, langer Planungs- und Genehmigungszeiten, hoher Investitionskosten oder fehlender Verfügbarkeit nicht kurzfristig umgesetzt werden.
Der Mietvertrag für den Sonnenhof ist zunächst bis Ende 2029 vorgesehen. Parallel wird die Stadt weiterhin an langfristigen Lösungen für die Unterbringung obdachloser Menschen arbeiten und Möglichkeiten einer stärker dezentralen Unterbringung prüfen.
Was künftig mit dem Gebäude in der Wilhelm-Liebknecht-Straße geschieht, ist derzeit noch offen. Hierüber wird die Stadtverordnetenversammlung zu gegebener Zeit beraten und entscheiden.
Mit dem Umzug in den Sonnenhof stellt die Stadt sicher, dass ihre Unterbringungsverpflichtung weiterhin erfüllt wird und die betroffenen Menschen unter guten Bedingungen wohnen können.



