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Klein-Umstadt investiert in Zukunft des Sports
Starke Unterstützung für den TSV Klein-Umstadt durch Bund, Landkreis und Stadt
Starke Unterstützung für den TSV Klein-Umstadt durch Bund, Landkreis und Stadt
Gute Nachrichten für den TSV 1909 Klein-Umstadt und den Sport in der Region: Eine weitere Hürde auf dem Weg zum Neubau eines Kunstrasenplatzes wurde überwunden. Der Verein erhält eine Förderung in Höhe von 250.000 Euro aus Bundesmitteln sowie darüber hinaus 50.000 Euro von der Stadt Groß-Umstadt. Zusätzlich wird das Projekt maßgeblich durch den Landkreis Darmstadt-Dieburg unterstützt.
Der geplante Kunstrasenplatz entsteht auf dem rund 12.000 Quadratmeter großen Sportgelände der Wendelinusschule. Dieses bleibt im Eigentum des Landkreises Darmstadt-Dieburg, wird jedoch langfristig an den TSV verpachtet. Durch diese enge Zusammenarbeit zwischen Verein, Stadt und Landkreis entsteht eine nachhaltige Lösung, von der sowohl der Verein als auch der Schulsport profitieren. Außerdem sollen von dem Platz auch andere Vereine der Region profitieren, so sehen es Absprachen der Stadt mit dem Verein vor.
„Moderne Sportanlagen sind die Grundlage für ein lebendiges Vereinsleben, erfolgreiche Nachwuchsarbeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die erfolgreiche Zusammenarbeit von Bund, Land, Stadt und privaten Spendern, ebenso wie der Spendenaufruf von Hazel Brugger haben den lange schon gewünschten Kunstrasenplatz erst möglich gemacht. Aus den klammen Finanzmitteln unseres eigenen Haushaltes wäre ein solches Mammutprojekt nicht stemmbar gewesen. Dabei ist es so wichtig, dass ein solcher ehrenamtlicher Einsatz unterstützt wird,“ lobt Bürgermeister René Kirch und fährt fort: „Der neue Kunstrasenplatz wird ganzjährig bespielbar sein und damit die Trainings- und Spielbedingungen deutlich verbessern. Dies gilt besonders in den Wintermonaten, in denen bislang oft auf andere Kommunen oder Hallen ausgewichen werden musste.“
Der bestehende Naturrasenplatz ist stark beansprucht und witterungsanfällig. Bei Regen steht er regelmäßig unter Wasser, sodass Spiele abgesagt und Trainings eingeschränkt werden müssen. Der Kunstrasenplatz ist daher ein entscheidender Schritt, um den Spielbetrieb dauerhaft sicherzustellen.
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf über eine Million Euro. Ein großer Teil der Summe konnte bereits durch Fördermittel, Eigenleistungen und das große Engagement der Vereinsmitglieder gesichert werden. Für die verbleibende Finanzierung setzt der Verein weiterhin auf Spenden.
Die Unterstützung durch Stand Up Comedian und Moderatorin Hazel Brugger sorgte für zusätzliche Reichweite und hat bereits große Resonanz ausgelöst. Ihre Spendenkampagne „Platz da!“ verschaffte dem Projekt überregionale Aufmerksamkeit.
Ein besonderer Dank gilt zudem Lutz Köhler, der sich mit großem persönlichen Einsatz für die Umsetzung des Projekts stark gemacht hat. Ohne dieses Engagement wäre der aktuelle Fortschritt in dieser Form nicht möglich gewesen.
Vom neuen Kunstrasenplatz profitieren nicht nur der TSV Klein-Umstadt, sondern auch der Jugendförderverein Fußball sowie weitere Vereine in Groß-Umstadt. Durch die direkte Lage der kreiseigenen Fläche neben dem bestehenden Vereinsgelände ergeben sich optimale Bedingungen für eine gemeinsame Nutzung und kurze Wege.
Neben den Bauplänen stehen beim TSV Klein-Umstadt in den kommenden Wochen auch zahlreiche Veranstaltungen an, nach dem Sportheimfest, welches am 1. Mai gefeiert wurde, finden noch spannende Pokalspiele am 6. Mai und 14. Mai, das Jubiläumsturnier „25 Jahre Spielgemeinschaft Alte Herren“ am 19. Juni und als besonderer Höhepunkt ein Spiel gegen die „Traditionsmannschaft Eintracht Frankfurt“ am 20. Juni statt.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, was durch die Zusammenarbeit von Bund, Stadt, Landkreis und engagierten Bürgerinnen und Bürgern möglich ist. Der neue Kunstrasenplatz ist nicht nur eine Investition in die sportliche Infrastruktur, sondern vor allem in die Zukunft der Gemeinschaft vor Ort.
Die Förderanträge zur Sanierung des Stadions sowie zur Sanierung der Sporthalle in Raibach wurden im Gegensatz dazu leider ablehnend beschieden. Die Stadtverwaltung bedauert dies sehr, schließlich wäre die Sanierung der zentralen Sportstätte im Ludwig-Wedel-Stadion für die gesamte Sportlandschaft Groß-Umstadts sehr relevant. Die Stadt setzt sich jedoch weiterhin dafür ein, förderfähige Infrastrukturprojekte durch den Antrag von Landes- oder Bundesfördermitteln auf solide Beine zu stellen und eine Umsetzung letztlich zu ermöglichen.



