Leben in Groß-Umstadt

Erhöhung der Meldungen von Rattenbefall

Stadt Groß-Umstadt gibt Hinweise zur Vermeidung erhöhter Rattenpopulationen

Stadt Groß-Umstadt gibt Hinweise zur Vermeidung erhöhter Rattenpopulationen

In den vergangenen Wochen sind bei der Stadtverwaltung Groß-Umstadt vermehrt Meldungen über Rattenfunde eingegangen. Die Stadt nimmt diese Hinweise ernst und begegnet dem Auftreten von Ratten mit den zur Verfügung stehenden und rechtlich möglichen Maßnahmen. Gleichzeitig weist die Stadt darauf hin, dass Ratten grundsätzlich zum typischen Erscheinungsbild urbaner und siedlungsnaher Lebensräume gehören.

Aufgrund ihrer hohen Anpassungsfähigkeit, Intelligenz und stark ausgeprägten Reproduktionsfähigkeit ist eine vollständige Verdrängung oder gar Ausrottung von Ratten weder realistisch noch mit verhältnismäßigen Maßnahmen zu erreichen. Ziel der Bekämpfungsmaßnahmen ist es daher vielmehr, den Bestand zu kontrollieren, indem man Rückzugsorte beseitigt und das vorhandene Nahrungsangebot auf ein Minimum verringert. Je mehr Möglichkeiten Ratten finden, um sich zu verstecken und je mehr Futter sie vorfinden, umso stärker pflanzen sie sich fort. Dies kann gesundheitsgefährdende oder unzumutbare Zustände hervorrufen.

Die Bekämpfung eines Rattenbefalls in bebauten Gebieten kann dementsprechend nicht alleine durch Maßnahmen der Stadtverwaltung auf öffentlichen Flächen erfolgen. Private Grundstücke, Tierhaltungen sowie unterschiedliche mögliche Nahrungs- und Unterschlupfquellen sorgen dafür, dass nur durch die Maßnahmen der Stadtverwaltung kein ausreichender Erfolg erzielt werden kann.

Dies bedeutet nicht, dass die Stadtverwaltung gemeldete Rattenvorkommen unbeachtet lässt. Vielmehr werden die zur Verfügung stehenden Maßnahmen eingesetzt. Es werden Köder im öffentlichen Kanalnetz ausgelegt, dort wird regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf nachgeködert.

Darüber hinaus führt die Ordnungsbehörde auch Ortsbegehungen durch mit dem Ziel unerlaubte Ablagerungen oder andere Umstände, die einen Rattenbefall begünstigen, zu beseitigen. Soweit entsprechende Feststellungen getroffen und konkrete Verantwortliche ermittelt werden können, werden die erforderlichen Schritte gegenüber den jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümern beziehungsweise Pächterinnen und Pächtern eingeleitet.

Neben den Maßnahmen der Stadtverwaltung kommt auch dem Verhalten der Bevölkerung eine wichtige Bedeutung zu. Bereits einfache Maßnahmen können dazu beitragen, Ratten keine zusätzlichen Nahrungsquellen anzubieten.

Die Stadt bittet daher um Beachtung folgender Hinweise:

  • Gelbe Säcke und sonstige Abfälle sollten nicht frei zugänglich im Außenbereich gelagert und erst am Tag der Abholung nach draußen gestellt werden.
  • Lebensmittel und Lebensmittelreste sollen bevorzugt nicht auf einem offenen Komposthaufen entsorgt werden. Dies gilt auch für nicht verwertetes Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten.
  • Tierfutter sollte so gelagert werden, dass es für Ratten unzugänglich ist.
  • Bei der Fütterung von Haustieren oder Nutztieren sollte darauf geachtet werden, dass keine Futterreste im Stall oder im unmittelbaren Außenbereich zurückbleiben.
  • Essensreste dürfen nicht über die Toilette entsorgt werden. Lebensmittelreste gehören in die dafür vorgesehenen Abfallbehälter und nicht in die Kanalisation. Über die Toilette entsorge Essensreste können Ratten im Kanalnetz als zusätzliche Nahrungsquelle dienen und damit deren Vermehrung begünstigen.

Die Stadt bittet alle Bürgerinnen und Bürger, durch einen verantwortungsvollen Umgang mit Abfällen und Lebensmittel dazu beizutragen, Ratten möglichst keine zusätzlichen Nahrungsquellen zu bieten. Auch Rückzugsorte sollten nicht gegeben werden. Nur durch das Zusammenspiel von städtischen Bekämpfungsmaßnahmen und der Mithilfe der Bevölkerung kann das Auftreten von Ratten nachhaltig begrenzt werden.